Ein Kopf voller Ideen

Es war ein erfolgreiches Jahr für die Künstlergemeinschaft Neanderartgroup. Insgesamt 31 Ausstellungen konnten die 25 Mitglieder 2016 verzeichnen.

(tb) Die letzte Ausstellung wird am 17. Dezember im Foyer der Stadthalle Erkrath während des Wadokyo-Trommelauftrittes stattfinden. "Auch für das kommende Jahr haben wir schon 17 feste Ausstellungen gebucht", freut sich Künstler Ralf Buchholz. Zudem stellt der Erkrather erstmals die neue Kunstaktie vor. "Diese besteht bereits seit sechs Jahren. Nun haben wir ein Jahr pausiert und die Gestaltung völlig überarbeitet." Die Idee hinter diesem künstlerischen Wertpapier ist einfach. Zu jeder Aktie erhält der Käufer ein kleines Kunstwerk aus den Reihen der Künstlergemeinschaft. Mit einem Wert von fünf Euro ist die Aktie recht günstig. "Wir wollen natürlich nicht, dass der Gedanke aufkommt, wir würden unsere Kunst billig verschleudern. Es ist eine witzige Idee, um etwas Geld in unsere Kassen zu bringen. Wer für die Aktie mehr zahlen möchte, kann dies natürlich gerne tun. Wir freuen uns immer über Spenden", so Buchholz. Die Künstlergemeinschaft Neanderartgroup gründete sich bereits 2009. Über die Jahre hinweg nahm nicht nur die Bekanntheit zu, sondern auch das Interesse an den Künstlern weit über die Stadtgrenzen hinaus.

"Wir werden im kommenden Jahr bis nach Bayern ausstellen", freut sich Ralf Buchholz, dessen Werke aktuell sogar in Indien zu sehen sind. Ideen sind einige vorhanden. So wünschen sich die Künstler beispielsweise eine Lichtinstallation für Erkrath. "Die Tiefgarage am Baviercenter würde sich dafür bestens eignen", ist sich Buchholz sicher. Auch ein Kunstcontainer, der auf einer Freifläche für Outdoor-Kunstbesuche zur Verfügung steht, könnten sich die Künstler vorstellen. "Einen solchen Container haben wir im Gründungsjahr am Skaterpark in Hochdahl installiert. Leider lassen sich nicht so einfach freie Flächen finden. Ein Problem, welches in ganz Erkrath herrscht." Der Wunsch, auch andere Künstlerfreunde nach Erkrath zu holen, scheitert an Atelierräumen. Immer mehr Ausstellungsmöglichkeiten brechen weg.

"Die Menschen in Erkrath sind, was die Kunst angeht, noch zu eingefahren. Die Bahnstraße weist einige Leerstände auf, warum kann man diese Flächen nicht zeitweise mit Kunst befüllen? Das würde nicht nur die Bahnstraße attraktiver machen, sondern auch Besucher nach Erkrath locken. Uns liegt diese Stadt schließlich am Herzen." Ralf Buchholz möchte die Bekanntheit der Neandertalstadt weiter voranbringen. Für die kommende Tour de france im Sommer 2017 soll ein großes Banner am Ortseingang hängen. Zudem möchte die Künstlergemeinschaft eine Kunstinstallation in Richtung Neandertal aufstellen. "Es soll ein Hingucker werden, der sich an dem Thema Radsport orientiert und die Stadt Erkrath präsentieren soll", verrät der Künstler. Auch die Autobahnunterführungen sollen einen neuen Anstrich erhalten. Ebenso wie die Gestaltung der zahlreichen Stromschränke in Erkrath und Hochdahl. "Mit dieser Idee haben wir bereits in diesem Jahr begonnen und mittlerweile 40 Stromschränke in Alt-Erkrath farblich sprayen können. 2017 geht es in Hochdahl weiter", so Buchholz abschließend.

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