Simona Gobec leidet an Sklerodermie - eine seltene, nicht heilbare Autoimmunerkrankung, bei der sich das Bindegewebe verhärtet und kleine Blutgefäße geschädigt werden. Um die Erkrankung zu verlangsamen und die Beweglichkeit so lang wie möglich zu erhalten, ist es für sie wichtig, ihren Körper auf Trab zu halten. Eine der schönsten Arten dies zu tun, ist gemeinsam mit einem vierbeinigen Freund. „Wichtig war mir damals, dass mein zukünftiger Hund im Umgang feinfühlig ist und kein Draufgänger, da meine Krankheit mich natürlich auch in gewissem Maße einschränkt“, sagt sie uns im Gespräch.
Bei einem Züchter wird sie am Ende fündig und Jack entpuppt sich von Beginn an als ein echter Kumpel. „Er war sehr sensibel und hat stets Rücksicht auf mich und meine gesundheitliche Verfassung genommen“, erinnert sich Simona Gobec. „Bei meinem Mann konnte er manchmal ganz schön wild sein, aber sobald ich am anderen Ende der Leine war, hat er nicht mit dem Ohr gezuckt und lief ganz brav neben mir.“ Viele tolle Erlebnisse haben Jack und Simona Gobec im Laufe der Jahre zu einem echten Team zusammen geschweißt. Das ging manchmal so weit, dass wenn sie beispielsweise mit einer Erkältung flach lag, auch Jack Halsschmerzen bekam und ihr nicht von ihrer Seite wich.
„Die Idee all‘ das einmal aufzuschreiben, hatte damals meine Bewegungs-Therapeutin. Anfangs war ich eher etwas skeptisch; schließlich hatte ich bis dato keinerlei Schreiberfahrungen.“ Doch irgendwie ließ sie der Gedanke, ein Buch zu schreiben, nicht mehr los. Simona Gobec nahm also zunächst „Schreib-Unterricht“ und innerhalb von neun Monaten war ihr erstes Buch fertig. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich die Geschichte zwischen mir und Jack gerne mit anderen Menschen teilen wollte, und so suchte ich mir einen Verlag, der sie veröffentlichte.“
Erschienen ist „Pfotenabdruck: eine Caninigraphie – Tagebuch eines Hundes“ im Novum-Verlag. „Ich habe die Geschichte aus der Sicht meines Hundes geschrieben, basierend auf realen Tagebuchaufzeichnungen.“ Bedingt durch ihre chronische Erkrankung, die unter anderem dafür verantwortlich ist, dass ihre Finger nach und nach versteifen, hat sie den Text Abend für Abend in ihr Handy diktiert. „Das war anfangs etwas zäh, da das Telefon manche Worte quasi ‚falsch verstanden‘ hat, aber mit der Zeit wurde es immer besser.“
Simona Gobec hat von 1972 bis 1998 in Erkrath gelebt, ist hier zur Schule gegangen und ihre Familie ist bis heute noch in Erkrath ansässig. Sie lebt mittlerweile in Willich und kommt nun für die Präsentation ihres ersten Buches zurück in die Stadt. Am 20. März (11 bis 14 und 16 bis 18 Uhr) und am 21. März (11 bis 14 Uhr) wird die Neu-Autorin mit Unterstützung der Bäckerei Kamps im Bavier-Center ihr Buch vorstellen.