Treffen des Kooperationsverbundes Mettmann, Haan, Wülfrath, Erkrath Interkommunale Fachtagung zum Thema Eingliederungshilfe

Alt-Erkrath · Mitte Februar trafen sich rund einhundert Fachleute aus verschiedenen Bereichen der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe, dem Gesundheitswesen sowie den Schulen und Kitas aus den Städten Erkrath, Mettmann, Haan und Wülfrath im Rahmen einer Fachtagung in der Stadthalle Erkrath, um ihr künftiges Vorgehen in der Eingliederungshilfe junger Menschen mit Behinderung besser zu koordinieren.

Vertreterinnen und Vertreter der Städte Mettmann, Haan, Wülfrath und Erkrath sind auf Einladung von Olivia Creutz (3.v.l.) und Anna Surrey (2.v.l.), Verfahrenslotsin der Stadt Erkrath bzw. Mettmann, zu einer Fachtagung in der Stadthalle zusammengekommen.

Foto: Stadt Erkrath

In Anlehnung an die bestehenden Systeme des Interkommunalen Netzwerks Kinderschutz kamen auch hier die vier Städte zusammen, um dieses wichtige Thema für junge Menschen mit (drohender) Behinderung und ihren Familien zu thematisieren.

Junge Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen sowie von Behinderung bedrohte Personen erhalten Eingliederungshilfe, wenn sie wesentlich in ihrer gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt sind. Da das derzeitige Rehabilitationsrecht jedoch stark geteilt und komplex ist, stehen viele junge Menschen, die Eingliederungshilfeleistungen in Anspruch nehmen möchten, vor bürokratischen Hürden. Je nach Altersstruktur und Art der (drohenden) Behinderung sind unterschiedliche Rehabilitationsträger zuständig.

Daneben können auch noch die Träger der gesetzlichen Krankenkassen und Unfallversicherung, die Bundesagentur für Arbeit, die gesetzliche Rentenversicherung oder auch der Träger der Sozialen Entschädigung Hilfen leisten.

Im Rahmen der interkommunalen Fachtagung stellten Expertinnen und Expertinnen den interessierten Fachleuten das Zuständigkeitssystem anschaulich vor. Zusätzlich wurde das Thema inklusiver Kinderschutz behandelt. Außerdem waren Rehabilitationsträger wie unter anderem die Agentur für Arbeit, das Amt für Menschen mit Behinderung des Kreises Mettmann oder der Landschaftsverband Rheinland zu Gast, um ihre jeweiligen Angebote und Zugangswege persönlich vorzustellen und Fragen zu beantworten. Die teilnehmenden Fachleute kamen mit den Gästen ins Gespräch, diskutierten Praxisfragen und erarbeiteten gemeinsam Lösungen für eine bessere Zusammenarbeit bei der Eingliederungshilfe im Kreis

Mettmann.