Seit den späten Neunzigerjahren veranstalten die beiden Chöre wechselseitig regelmäßig gemeinsame Konzerte mit Solisten und Orchester. „Dabei steht das Gemeinsame stets im Vordergrund“, sagt uns Monika Krüger, erste Vorsitzende des Frauenchores Erkrath. „Großes Engagement aller Beteiligten ist erforderlich, um diese Treffen zu ermöglichen. Für die Konzerte probt jeder Chor für sich zu Hause. Am Konzerttag selber findet dann nur eine einzige gemeinsame Probe statt, bevor es dann beim Konzert ernst wird“, so Monika Krüger. Es ist für die Sängerinnen jedes Mal ein Experiment und gleichzeitig ein großartiges Erlebnis. In der Musik vereinen sich die Chöre und es gibt keine Sprachbarrieren.
Die nächste Konzertreise ist zwischen dem 29. und 31. Mai geplant. Dann reist der Frauenchor Erkrath nach Frankreich, um erneut ein gemeinsames musikalisches Event mit dem Chor „Boucle d‘ Oise“ auf die Beine zu stellen. Die Reise ist rein privat finanziert und die meisten Teilnehmer sind in Gastfamilien untergebracht. „Wir singen in diesem Jahr die Petite Messe solennelle von Rossini.“ Sie gilt als das bedeutendste Werk der letzten Arbeitsphase Rossinis und als eine seiner wichtigsten geistlichen Kompositionen. Das Konzert findet am 30. Mai mit den beiden Chören, Solisten und einem kleinen Orchester statt. Da der Frauenchor normalerweise weltliche Lieder zu Gehör bringt, bildet sich für die Konzerte im Frankreich, bei denen geistliche Stücke gesungen werden, ein sogenannter Projektchor. Hier sind teilweise auch Sängerinnen aus anderen Chören vertreten, wie in diesem Jahr beispielsweise zwei Sängerinnen des Madrigalchores Millrath.
Wer auch Teil des Frauenchores Erkrath werden möchte, ist herzlich zu einer der regelmäßig stattfindenden Proben (dienstags, 18 bis 19.30 Uhr) im Joachim-Neander-Haus in Alt-Erkrath eingeladen. Weitere Infos gibt es auch im Internet auf www.frauenchor-erkrath.de.