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Flüchtlinge kicken mit dem FC Parea Schimmelbusch: Fußball verbindet

Flüchtlinge kicken mit dem FC Parea Schimmelbusch : Fußball verbindet

Der Fußball spricht eine universale Sprache, die über Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede hinweg funktioniert. Einen eindrucksvollen Nachweis dafür lieferte das integrative Fußballspiel zwischen dem FC Parea Schimmelbusch und den in Hochdahl lebenden Flüchtlingen.

Die Idee zum kulturellen Austausch auf dem Sportplatz Rankestraße hatte Parea-Projektleiter Thomas Laxa, der mit dem sportlich fairen Miteinander nicht nur den Alltag der Flüchtlinge beleben, sondern vor allem ein gesellschaftliches Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus setzen wollte. Ein Gedanke, der gut ankam. TSV Hochdahl 64 Fitnesstrainer Max Seck, der sich mit großem Engagement um sportliche Aktivitäten mit Flüchtlingen kümmert und zusammen mit Laxa das Spiel organisierte, erschien mit rund 40 sportbegeisterten jungen Männern.

Die harmonische Stimmung auf und neben dem Platz begeisterte alle Beteiligten — das Ergebnis (1:0 für den FC Parea) war Nebensache. Das gemeinsame Erlebnis stand im Vordergrund und mündete noch weit nach Spielschluss in zahlreiche Shakehands und angeregte Gespräche. Wenn es um Integration, Toleranz, Fairplay und Teamgeist geht, ist der FC Parea Schimmelbusch ein Vorzeigeprojekt, das mit dem Bundesverdienstkreuz für Thomas Laxa kürzlich auch auf Bundesebene höchste Anerkennung fand.

Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 30 Jahren, die auch Teil der großen Fußballfamilie werden wollen, sind herzlich eingeladen. Das Integrationsprojekt trainiert mittwochs in der Zeit von 18 bis 20.30 Uhr auf dem Sportplatz Rankestraße. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der FC Parea Schimmelbusch ist ein Beispiel für beständiges ehrenamtliches Engagement und gelebte Integration. Seit 2001 bieten Projektleiter Thomas Laxa und sein Team Kindern und Jugendlichen, die sich aus zeitlichen oder finanziellen Gründen keine Vereinsmitgliedschaft leisten können, wöchentlich ein kostenloses Fußballtraining an. Träger des Integrationsprojektes ist die gemeinnützige Dienstleistungsgesellschaft PAREA. Die Stadt Erkrath, das Schulzentrum Hochdahl sowie regionale Institutionen oder Unternehmen sind weitere Partner. Auch außerhalb des Fußballplatzes engagiert sich der FCS und nimmt beispielsweise regelmäßig mit seiner selbstgebauten Torwand an örtlichen Familienfesten teil.

Neben Deutschlands größtem Ehrenamtspreis, dem Bürgerpreis 2007, erhielt das mehrfach ausgezeichnete Fußballteam des FCS im Jahr 2009 eine Sonderehrung des Deutschen Fußball-Bundes, im Jahr 2011 die Sonderehrung zum "Sportler des Jahres" sowie 2014 den Integrationspreis des Integrationsrates der Stadt Erkrath. Im Juni 2015 wurde Projektleiter Thomas Laxa für sein ehrenamtliches Engagement von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.