Natur und Umwelt: Lecker Appelsaft aus Bruchhausen

Natur und Umwelt : Lecker Appelsaft aus Bruchhausen

Streuobstwiesen sind vielfältige, artenreiche Lebensräume. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie allerdings stark rückläufig und damit höchst bedroht.

Im Naturschutzzentrum Bruchhausen pflegt und hegt man diese Kulturform - seit 30 Jahren. Sie bieten unterschiedlichen Tierarten Nahrung und Lebensraum, gleichzeitig sind sie landwirtschaftliche Kleinode, die die Landschaft durch ihre Blütenpracht im Frühling und die Früchte im Herbst ästhetisch anreichern. Der Förderverein des Naturschutzzentrums finanziert die umfangreiche und intensive Pflege der Bäume durch einen Fachmann“, sagt Renate Späth vom Förderverein. Die Stiftung Naturschutzzentrum Bruchhauser Feuchtwiesen als Eigentümerin von mehr als hundert Hektar Fläche sowie das Naturschutzzentrums-Gebäudes können sich glücklich schätzen, gleich mehrere Streuobstwiesen zu besitzen.

„Unsere Streuobstwiesen sind an den NABU, Kreis Mettmann, der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises und an den Förderverein des Naturschutzzentrums verpachtet.“ Was geschieht nun mit den naturbelassenen, unegspritzen Äpfeln der Streuobstwiesen? Ein besonders regionales Produkt ist der naturtrübe Apfelsaft der “Trink mit-Projektes“. „Wir liefern unsere Äpfel an die Mosterei Dahlbeck in Heiligenhaus“, so Späth. Dort wird er gepresst und kommt wieder in den naturschutzorientierten Handel. Im Naturschutzzentrum Bruchhausen, ebenso beim NABU oder in Naturkostläden kann der Apfelsaft gekauft werden. Der Gewinn aus diesem Verkauf wird in die Erhaltung der Streuobstwiesen gesteckt. In diesem Jahr fand ein Weiterbildungskurs zum Streuobst-Pädagogen statt. Regelmäßig bietet das Naturschutzzentrum auch Obstschnittkurse für Privatleute an. Die nächsten Termine dazu sind am 23. November, 7. Dezember und 11. Januar. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet auf www.naturschutzzentrum-bruchhausen.de.

(nic)
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