Tag des Schulgartens: Wir ernten, was wir säen

Tag des Schulgartens : Wir ernten, was wir säen

Das Naturschutzzentrum Bruchhausen ist seit Jahren Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Schulgarten e.V. Um die Netzwerkarbeit innerhalb der Vereinsreihen auszubauen, veranstaltet die Einrichtung einmal im Jahr den Tag des Schulgartens.

Regionale Kooperationspartner, wie etwa die Untere Bodenbehörde des Umweltamtes des Kreis Mettmann, aber auch die Realschule Erkrath und der Stadtverband der Ratinger Kleingärtner, haben sich dem eintägigen Aktionstag am vergangenen Mittwoch auf dem Gelände des Naturschutzzentrums gerne angeschlossen.

„Schulgärten erfahren derzeit eine kleine Renaissance. Ihnen kommt wieder mehr Bedeutung zu“, sagt Karin Blomenkamp. Die Einrichtungsleiterin des naturnahen Zentrums hat auf ihrem Gelände gleich mehrere Hochbeete. Zwei dieser Zuchtbeete werden von der Schulgarten-AG der Realschule Erkrath betreut. „Zehn Schüler haben sich freiwillig für die Arbeitsgemeinschaft gemeldet und kümmern sich einmal wöchentlich um die Beete“, erklärt Sabrina Golz. Die Realschullehrerin hat die Initiative „Schulgarten“ in der Schule angestoßen und seitdem durchweg engagierte Schüler beobachten können. „Das Bewusstsein für die Natur muss bei den Schülern mehr gefördert werden. Gerade in der heutigen Zeit, in der beispielsweise das Thema Insektensterben allgegenwertig ist, sollten bereits junge Menschen für naturnahen Themen sensibilisiert werden.“

Marc (13) und Vildan (13), von eben dieser Schulgarten AG, präsentieren anlässlich des Aktionstages stolz ihre Pflanzerfolge. „Dank der Arbeitsgemeinschaft kann ich meine Kenntnisse im Bereich Natur verbessern, erfahre welche Pflanzen giftig sind und welche sich weiter verwenden lassen“, verrät Vildan seine Intention. Auch an die Wildbienen haben die beiden Jungs gedacht und gemeinsam mit Klassenkameraden Insektenhotels aus alten Blechdosen gebastelt. Natürlich mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit. „So haben wir Müll wiederverwertet“, wissen die Jungs.

Mit einer kleinen Neuheit sind Franziska Pfeifer und Daniel Sperl vom Umweltamt des Kreises Mettmann angerückt. Sie stellen gemeinsam den Bodenkoffer vor. Ein Instrument, welches künftig in Schulen und Kindergärten zum Einsatz kommen soll. Lehrmaterialien, aber auch Forschungsutensilien und Malvorlagen lassen sich in der großen Holzkiste finden. „Der Bodenkoffer eignet sich für Kinder bis zur sechsten Klasse. Sie können sich mit Hilfe des Koffers auf spielerische Art mit der Frage ’Wie kann ich den Boden nachhaltig schützen?’ beschäftigen“, erklären die Mitarbeiter der Unteren Bodenbehörde.

Andrea Stracke- Knitsch, Lehrerin an der GGS Erkrath, ist sich sicher, dass immer mehr Schulen einen eigenen Schulgarten gestalten und pflegen. „An unserer Schule haben wir mittlerweile drei Hochbeete.“

Mit dem Aktionstag wird das Naturschutzzentrum Bruchhausen zudem seinem Bildungsauftrag gerecht. Seit April ist die Einrichtung in die bereits vierte Förderphase als Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung gestartet. Eine großartige Leistung, die auch dank der guten Netzwerkarbeit, die beim Tag des Schulgartens erneut deutlich wurde, zustande gekommen ist.

Info:

Der Bodenkoffer des Umweltamtes des Kreises Mettmann lässt sich unter bodenkoffer@kreis-mettmann.de anfragen. Ebenso stehen die Mitarbeiter unter dieser Kontaktmöglichkeit für Fragen rund um das Leihangebot zur Verfügung.

(tb)
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