Einfach mal vorbei schauen: Wandeln im Garten der Sinne

Einfach mal vorbei schauen : Wandeln im Garten der Sinne

Von der Projektidee bis zur Umsetzung hat es fünf Jahre gedauert. Das Außengelände des Johanniter-Hauses in einen „Garten der Sinne“ zu verwandeln, war eben kein kleines Projekt und die benötigte Summe von rund 100.000 Euro nicht so einfach zusammenzubekommen.

Den Ausschlag hat dann die Förderung durch die GlücksSpirale gegeben, die die Diakonie Rheinland Westfalen Lippe als Verband oberhalb der Johanniter fürs Johanniter-Haus beantragt hat.

Mit einem Eigenanteil haben sich die Johanniter mit Mitgliedsbeiträgen eingebracht, der Rest kam aus großzügigen Spenden, wie auch die eines Geburtstagskindes, dass sich statt Geschenken Geld für die Spende ans Johanniter-Haus gewünscht hatte. „Etwa 100.000 Euro hat die Umsetzung gekostet“, weiß Klaus Domhan, Fachbereichsleiter Soziale Dienste bei den Johannitern.„Als die Förderzusage kam, haben wir sofort losgelegt“, erinnert sich Marion Wippermann, Leiterin der Begegnungsstätte im Johanniter-Haus und ergänzt „Vom Start bis zur Fertigstellung hat es dann nur acht Wochen gedauert“. Auch Monika Glöcklhofer, die sich im Landesverband der Johanniter ums Fundraising kümmert, ist beeindruckt „Der Nutzen als generationenübergreifende Element ist sichtbar“. Zur offiziellen Eröffnung des Gartens waren auch Susanne Meyer-Lindemann und Hanne Lloyd-Heume von der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe anwesend, die den Förderantrag begleitet hatten. Vor Ort konnten sie sehen, was aus der Förderung und den Spenden geworden ist.

Die Kinder der benachbarten Kita, die im der Begegnungsstätte zu Mittag essen, haben die Grünfläche längst für sich entdeckt und auch die Senioren aus dem betreuten Wohnen nutzen sie sehr gerne. „Der Garten soll auch ein Garten der Begegnung sein“, erklärt Marion Wippermann. Pläne für die Zukunft gibt es schon viele. Lesestunden, Märchenerzählen als Angebote zur Begegnung von Senioren und Kindern der Kita und auch das Gedächtnistraining wird Marion Wippermann künftig bei gutem Wetter im Garten veranstalten.

In dem wachsen schon jetzt Eisbegonien, Rosen und Hortensien. Eine Wildblumenwiese ist ausgesät und sprießt langsam. Auch die neu entstandene Pergola soll vierseitig berankt werden und künftig im Sommer Schatten spenden. Ein Brunnen plätschert beruhigend vor sich hin und die großen Steine, mit denen die Beete eingefasst sind, dienen mit kleinen Bankaufsätzen auch als Sitzgelegenheit. Ein Beet ist dem „Schmecken“ gewidmet. Dort wachsen Erdbeeren, Gemüse und Kräuter. Im Herbst soll es in der Begegnungsstätte einen Single-Kochkurs geben, bei dem ein Teil der Ernte verwertet werden kann.

Im ersten Jahr ist die Pflege des Gartens noch sichergestellt. Damit das auch im kommenden Jahr funktioniert, soll im Herbst eigens für den Garten ein Förderverein gegründet werden. Wer Lust hat, sich hin und wieder ein wenig im Garten zu betätigen, darf sich jetzt schon in der Begegnungsstätte melden.Als Ort der Begegnung ist der Garten tagsüber auch für die Nachbarn im Quartier geöffnet. „Einfach einmal in den Garten kommen“, lädt auch Gabi Gründker vom betreuten Wohnen die Nachbarn im Quartier ein. Wer sich so nicht traut, hat am 29. Juni einen guten Grund „mal vorbei zu schauen“, denn dann feiert das Johanniter-Haus auf dem gesamten Gelände der Hildener Straße 19 sein 20-jähige Bestehen. Von 13 bis 17 Uhr sind Jung und Alt herzlich eingeladen mitzufeiern. Für das leibliche Wohl ist natürlich mit Kaffee und Kuchen und Leckerem vom Grill auch gesorgt.

(RG)