Ferienspaß für Flüchtlingskinder

Ferienspaß für Flüchtlingskinder

Der TSV Hochdahl ist Vorreiter, wenn es um Freizeitangebote für Flüchtlingskinder geht. Beispiellos nehmen sich die engagierten Mitarbeiter Zeit, mit den teils kleinen Kindern echte Kreativarbeit zu leisten und gemeinsam den Tag zu verbringen.

(tb) So fanden im Zuge der Sommerferien gleich mehrmals tolle Ferienaktionen an der Flüchtlingsunterkunft Freiheitsstraße statt. An insgesamt sechs Nachmittagen trafen sich fünf Vereinsmitglieder, um mit den rund 20 Kindern zu basteln, zu spielen und allerhand tolle Spiele zu erleben. "Wir haben Seifenblasen gemacht, Fußball gespielt, gebastelt, gemalt und uns verkleidet. Am meisten haben sich die Kinder allerdings über die Gesichtsmalereien gefreut", weiß Sara Assila. Die junge Frau bepinselt ein achtjähriges Mädchen vor ihr mit pinker Farbe. "Das wird ein Schmetterling", verrät die elfjährige Jamila. Sie wiederum möchte sich lieber in eine Prinzessin verwandelt. "Schminken hat mir am meisten Spaß gemacht."

Dass diese Aktion überhaupt erst stattfinden konnte, liegt an der guten Netzwerkarbeit des Vereins. Dieser hatte sich in Kooperation mit dem Freundeskreis für Flüchtlinge Erkrath die spannenden Aktionen ausgedacht. "Für die Materialienbeschaffung hat sich der Freundeskreis bereit erklärt. Die Kinder blühen richtig auf und haben sich schon Tage vorher auf die Aktionsnachmittage gefreut", berichtet Maria Pashazadek von der Stadt Erkrath. Auch für die Sprachförderung hat das Ferienangebot Vorteile.

"Wir sprechen hier ausschließlich Deutsch. Die Kinder sind wissbegierig und mit ihrer sprachlichen Entwicklung den Erwachsenen weit voraus", ist sich Margrit Wetzel vom TSV sicher. Bei den Ferienangeboten soll es allerdings nicht bleiben. In Zukunft wird ein Tanzkurs für Mädchen angeboten. Jeden Donnerstag können die kleinen Nachwuchstalente ihr Tanzbein schwingen lassen. Sport und Spielangebote finden regelmäßig dienstags statt. "Es ist schön, dass die Kinder bei diesen Nachmittagen im Mittelpunkt stehen", freut sich Dr. Karl- Heinz Ott vom Freundeskreis.

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