Barrierefreie Willbeck: Eine Senioren beweist starken Willen

Barrierefreie Willbeck : Eine Senioren beweist starken Willen

Christa Teichmann war Willbeckerin mit Leib und Seele. Etliche Jahrzehnte verbrachte die heute 96 Jährige in dem beschaulichen Stadtteil in Hochdahl, bevor es sie vor wenigen Monaten in den Seniorenstift Rosenhof zog.

Ein stetes Anliegen der Senioren war die Optimierung ihres eigenen Wohnumfeldes. So setzte sich Christa Teichmann über Jahre hinweg dafür ein, die Willbeck barrierefrei zu gestalten. Ein offenes Ohr erhielt sie beim CDU Ortsverband Hochdahl. Bei den regelmäßig initiierten Infoständen in der Willbeck, die von den Wahlkreispolitikern Regina Wedding und Ekkehart Stotz betreut wurden, sprach die Pensionärin regelmäßige vor. Besonders der Fußgängerweg am Straßenverlauf war Christa Teichmann ein Dorn im Auge. „Dieser war mit Treppen versehen. Rollstuhlfahrer, aber auch Mütter mit Kinderwagen, sind über den angrenzenden Grünstreifen gelaufen“, erinnert sich die Initiatorin. Nach sechs Jahren hat der unzumutbare Zustand endlich ein glückliches Ende gefunden.

„Wir haben immer wieder bei der Verwaltung auf diesen Missstand hingewiesen, mit dem Ergebnis, dass keine Änderung möglich sei“, weiß Regina Wedding. Erst mit einem Leiterwechsel im Tiefbauamt konnte für die schier ausweglose Situation eine Lösung gefunden werden. Heute erstrahlt der Fußgängerweg in neuem Glanz. Dank einer Rampe können nun auch Personen mit mobiler Einschränkung mühelos die Willbeck passieren. „Diese Neuerung haben die Willbecker Frau Teichmann zu verdanken, die sich immer wieder für den barrierefreien Fußweg eingesetzt und uns daran erinnert hat“, so Wedding. Und auch Ekkehart Stotz ist sichtlich erleichtert über den neuen Fußgängerweg. „Ich habe einmal beobachtet, wie eine Rollstuhlfahrerin auf der Straße die Willbeck hochgeschoben wurde. Das war für mich das Signal, dass sich was ändern muss.“

Die Rampe wurde mit wasser- und luftdurchlässigem Geoporpflastersteinen errichtet. „Somit war keine weitere Versiegelung notwendig“, freuen sich die Initiatoren gemeinsam. Die angrenzende Grünfläche soll künftig durch den Verein „Erkrath blüht“ verschönert werden. „Zunächst werden wir Rasen aussehen und im Anschluss Frühblüher pflanzen“, ist sich die Vorsitzende Inge Berkenbusch sicher. Für Christa Teichmann, die bei der ersten Begehung von ihren Enkelinnen Theresia und Sophia begleitet wurde, ist die Willbeck noch ein Stück schöner geworden. „Unsere Oma hat ihren Willen schon immer durchgesetzt und sich für die Menschen in ihrem Umfeld eingesetzt. Sie war damals in der Gemeindearbeit aktiv und hat sich für eine zentrale Bank auf dem Friedhof stark gemacht“, wissen die beiden Enkelinnen zu berichten, die in ihrer Oma ein Vorbild sehen. Für Regina Wedding und Ekkehart Stotz ist der erste Meilenstein mit der barrierefreien Rampe erreicht. „Jetzt möchten wir uns verstärkt um die katastrophale Parksituation an der Wupperstraße bemühen. Die Autos parken mitunter für die weiteren Verkehrsteilnehmer sehr gefährlich“, wissen die beiden Politiker.

(tb)
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