Beats aus dem Compi

Torsten Pattbergs Leidenschaft ist die Musik. Der Hochdahler machte seine Passion bereits vor Jahrzehnten zum Hobby. Dabei benutzt er aber nicht, wie im herkömmlichen Sinne, Gitarre oder Klavier, sondern lediglich seinen Computer.

(tb) Mit etlichen Programmen und Handgriffen zaubert der gelernte Mathematiker richtige Ohrwürmer. Dabei drückt er Tasten, dreht an Knöpfen und klickt auf Schaltflächen. "Das Fieber hat mich gepackt, als ich 13 Jahre alt war. Damals hatte man noch längst nicht so gute Computer wie heute und die Musik hat sich für Laien eher nach Krach angehört", erinnert sich der heute 42-Jährige. Mittlerweile kann er seine Musik sogar mit Stimmen untermalen. "Die "Vocals" kaufe ich mir einfach dazu. Schon hab ich eine Sängerin in meinem Lied." Obwohl die Musik ausschließlich elektronisch ist, kommen die Lieder im Internet gut an. "Ich habe bereits 13 Songs veröffentlicht, doch noch etliche Ideen schlummern im Verborgenen auf meiner Festplatte", verspricht der Selfmade-Musiker. Pattberg, der im Netz unter dem Namen "Biglouis" bekannt ist, mag aber auch andere Musikrichtungen. "Ich höre persönlich alles querbeet. Zum Entspannen kann ich auch mal chilligere Musik auflegen."

Allein für die Hardware hat der Hochdahler rund 5.000 Euro hinblättern müssen. "Wirklich teuer bei diesem Hobby sind allerdings die Programme. Wenn man mit wirklich guter Software arbeiten will, muss man schon mal um die 100 Euro zahlen." Musik via Mausklick kann allerdings jeder. "Das ist wirklich keine große Kunst mehr. Im heimischen Wohnzimmer lassen sich so Lieder produzieren, die es durchaus mit Radiosongs aufnehmen können." Ein Wunsch des Hochdahlers wäre es, auch in direkter Nachbarschaft Gleichgesinnte zu finden. "Ich habe im Bekanntenkreis zwar Freunde, die dem gleichen Hobby verfallen sind, doch in Hochdahl kenne ich keinen." Auch Sänger sind herzlich willkommen.

"Ich könnte mir durchaus vorstellen, einmal ein Lied mit einer Sängerin oder einem Sänger aufzunehmen. Das Equipment hätte ich da, nur die Stimme fehlt mir noch", witzelt Pattberg. Um ein Lied zu kreieren, dauert es mitunter nur wenige Stunden. "Oft habe ich aber Ideen, die sich über Jahre entwickeln. Mein aktueller Song beispielsweise, den habe ich bereits 1992 zum erstem Mal geplant." Durch die Musik kann Torsten Pattberg den Alltag einmal vergessen. "Ich kann gut abschalten, wenn ich Musik produziere. Das war schon immer so." Damals spielte der heutige Hochdahler im Kölner Spielmannszug der Feuerwehr Trommel. "Dort habe ich sicher die Weichen für mein rhythmisches Hobby gelegt", so Pattberg abschließend.
Info:
Kostprobe gefälligst? http://soundcloud.com/biglouis/