Pose Marré: So geht's weiter

Pose Marré: So geht's weiter

2001 hat Unternehmer Hasso von Blücher das ehemalige Pose Marré-Gelände in Alt-Erkrath gekauft und das mit einer Vision — nämlich neuen Wohnraum zu schaffen und das mitten im Herzen der Stadt. "Erkraths neue Mitte" war geboren.

2002 ging man damals in die Projektplanung, 2005 rollten die ersten Bagger an und 2008 wurden die ersten Häuser an die stolzen Mieter/Eigentümer übergeben. "Der bisher errichtete Wohnraum ist bis dato komplett belegt, Gespräche für die letzten freien Objekte laufen", sagt uns ein zuversichtlich wirkender Holger Hennicke von "Neue Mitte Erkrath". Jetzt geht es weiter. Direkt hinter der ehemaligen Gießerei, an der Düssel gelegen, entstehen zehn neue Objekte, die bis zum zweiten Quartal 2017 fertig gestellt sein sollen. Außerdem ist ein weiteres Gebäude mit rund 20 Wohneinheiten in direkter Nachbarschaft zum genannten aktuellen Projekt in Planung. "Wir streben eine Baugenehmigung bis Anfang 2016 an. Im dritten Quartal von 2017 soll es dann fertig gestellt sein."

Die frühere Gießerei war von Beginn an für Büro und Gewerbe verplant. Hier entstehen rund 2900 Quadratmeter Einzelhandels,-Büro- und Showroomfläche und 600 Quadratmeter Nebenflächen für Lager und Stellplätze. In der alten Papierfabrik haben sich mittlerweile rund elf Firmen mit rund 140 Arbeitsplätzen etabliert, unter ihnen die ehemaligen Düsseldorfer Modelabels "tigha" und "brand masters".

Eine weitere Neuigkeit dürfte viele Erkrather erfreuen: Es kommt ein neuer Gastronom in die Stadt. Unter dem Namen "Rocca Fabrica" wird voraussichtlich Anfang des neuen Jahres die Brenngold-Gruppe ein neues Restaurant auf Pose Marré eröffnen. Bekannt ist der Betreiber durch seine etablierten Gastronomie-Betriebe "Gehrys" und "Meerbar" im Düsseldorfer Medienhafen.

So weit die guten Nachrichten, die schlechten: Die weitere Bebauung der Baufelder A und C muss leider zurück gestellt werden, da hier die Stellplätze laut Bebauungsplan nur in Form einer Tiefgarage errichtet werden dürfen. Und da liegt das Problem: "Der Baugrund ist hier sehr problematisch und der drauf resultierende technische Aufwand und entsprechend hohe Kosten, belasten die Wohneinheiten erheblich", erklärt Hennicke. Der so genannte Stellplatz-Schlüssel sieht 1,75 Stellplätze pro Wohneinheit vor. "Da wir entlang der Neanderstraße zwischen der Villa Bernsau und dem Parkplatz Gerberstraße gerne barrierefreie Wohnungen zwischen 70 und 95 Quadratmeter in einem drei-bis vierstöckigen Mehrfamilienhaus realisieren möchten, bedeutet dies für uns — je mehr Wohnungen, desto mehr Stellplätze sind nachzuweisen. Gerade die kleineren und derzeit sehr gefragten Wohnungen werden durch diesen Stellplatzschlüssel kostenseitig unverhältnismäßig belastet."

Holger Hennicke spricht davon, dass bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung umgerechnet anteilig für Stellplätze rund 25 Prozent der Baukosten zu kalkulieren sind. "Die Stadt Düsseldorf diskutiert gerade den Stellplatz-Schlüssel. Überlegt wird, derzeit von ein Stellplatz pro Wohneinheit auf zwei Stellplätze pro drei Wohnungen zu reduzieren — und das bei Wohnungen bis 130 Quadratmeter. Es wäre auch unser Wunsch an die Erkrather Politik, diese Diskussion aufzunehmen", sagt Hennicke abschließend.

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