Die Geschichte von Amor und Psyche ist das einzige aus der Antike überlieferte Märchen, ein Liebesmärchen, eine Liebesgeschichte zwischen den Welten. Psyche bedeutet im Griechischen so viel wie Hauch, Atem. Ihr Symbol ist der Vogel oder ein Schmetterling, der seine Freiheit vorübergehend verliert, wenn er im Körper gefangen ist. Das sterbliche Mädchen Psyche ist so schön, dass die Menschen die Anbetung der Göttin Aphrodite vernachlässigen und die Göttin auf Psyche eifersüchtig wird. Sie schickt ihren Sohn Amor, um sie zu bestrafen. Doch Amor verliebt sich in Psyche, teilt ihr Brautlager und gibt sich ihr nicht zu erkennen. Sie darf ihn nur hören und fühlen, aber nicht sehen.
Das Glück der beiden wird durch boshafte Intrigen der neidischen Schwestern Psyches zerstört. Sie überreden Psyche, Amors wahre Gestalt heimlich anzusehen. Sie solle ihn töten, da er ein böser Dämon sei. Amor zieht sich verletzt zurück.
Beate Sarrazin stellt in ihrer Inszenierung und ihren lyrischen Zwischentexten dar, wie für Psyche, die erkannt hat, wer er ist, eine Zeit der Seelenqualen beginnt, des Trennungsschmerzes: „Mein Leben ist ein dunkler Monolog, das Glück ein Falke, der vorüber flog. Die Rose duftete nur wenig Wochen...“ Sie begibt sich auf die Suche nach Amor und hat scheinbar unüberwindbare Aufgaben zu bewältigen, die Aphrodite ihr stellt. Nach langer Wanderung endlich findet sie den Weg zu Amor, zu dem verlorenen Glück. Weitere Infos: www.beatesarrazin.de.
Voranmeldung unter Telefon 0178/7867782.
Den zweiten Teil des Abends bestreitet Klaus Grabenhorst (Stimme, Gitarre), der wieder tief in seine Lieder- und Gedichte-„Kiste“ greift und ein paar wichtige „Unwichtigkeiten“, Gedanken und Perspektiven auf unsere Zeit und was mit uns passiert mit seinem Publikum teilen möchte.
Vorankündigung: Am 9. Mai, 19 Uhr, wird im Theater Anderswo das Stück „Highway Number Zero“ gespielt. Theater von und mit Beate Sarrazin. Eine Frau, außergewöhnlich und mit einer leichten Tendenz zur Schizophrenie, findet sich nach einem langem Marathon des Lebens in der Nacht auf einer Autobahn wieder, bleibt stehen und wartet darauf, abgeholt zu werden, und auf einmal passieren in der Inszenierung der Autorin Beate Sarrazin magische Dinge.
Im zweiten Teil dieses Abends findet eine „Poetry Nacht“ statt. Das Theater Anderswo bietet mit diesem Event Poetry Slammern die Möglichkeit, ihre Geschichten, Texte und Gedichte zu präsentieren. Ob fantasievoller Geschichtenerzähler oder wortgewandter Rap-Künstler – eine kurzweilige und abwechslungsreiche Begegnung zwischen Künstlern und Publikum ist garantiert. Voranmeldung unter Telefon 0178/7867782