Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Expedition Depression“, ein Roadmovie über Mut, Hoffnung und die Suche nach Antworten. Fünf junge Erwachsene – Christoph, Jacqueline, Julia, Christoph und Charis – begeben sich auf eine Reise quer durch Deutschland. Sie alle haben bereits in ihrer Kindheit oder Jugend selbst an Depressionen gelitten. Was sie verbindet, ist nicht nur diese Erfahrung, sondern auch der Wunsch, mehr über die Erkrankung zu verstehen und offen darüber zu sprechen.
Rund 40 Interessierte hatten sich zu der kostenfreien Veranstaltung angemeldet, um sich mit dem sensiblen Thema auseinanderzusetzen. Schnell waren die Plätze vergeben. Neben persönlich Betroffenen kamen auch Gäste, die in ihrem familiären oder beruflichen Umfeld mit Depression konfrontiert sind.
Nach einer kurzen Begrüßung begann die Filmvorführung. Im Raum herrschte gespannte Stille, so aufmerksam verfolgten die Besucherinnen und Besucher das Geschehen auf der Leinwand. Der Film zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich Depression erlebt wird – bewegend, ehrlich und zugleich immer wieder mit Momenten, die Mut machten und ein Schmunzeln erlaubten.
Unterstützt wurde Marion Kremerius von ihrer Tochter Catherine Wolters, psychologische Psychotherapeutin und Psychoonkologin. Im Anschluss an den Film stand sie für Fragen zur Verfügung und ordnete verschiedene Aspekte fachlich ein. Sie betonte, dass Depression viele Ursachen haben könne – von genetischer Veranlagung bis zu belastenden Erfahrungen in der Kindheit wie Gewalt oder Traumata. Genau diese Bandbreite greife der Film sensibel auf. Auch die Gäste zeigten sich dankbar für den offenen Austausch. „Das war ein interessanter Film und eine gute Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Vielen Dank für die Organisation“, bedankte sich eine Teilnehmerin später.
Marion Kremerius äußerte die Hoffnung, dass der Film einen Impuls gegeben habe: „Ich hoffe, er konnte dazu anregen, miteinander zu reden und besser zu verstehen, was mit dem anderen los ist.“
Wer die Vorführung verpasst hat, kann sich über weitere Termine auf der Website der Depressionsliga informieren oder direkt Kontakt zu Marion Kremerius aufnehmen. (Telefon: 0173/ 5288686; E-Mail: [email protected])