Die bisherige Förderung der Stadt Erkrath ist eine sogenannte „freiwillige Leistung“ und wurde im Rahmen der angespannten Haushaltslage für die Zukunft nicht mehr bewilligt. Verschärfend kommt hinzu, dass der Haushalt der Stadt Erkrath in der vergangenen Ratssitzung bislang nicht verabschiedet werden konnte.
„Diese Entwicklung trifft uns sehr“, sagt Dieter Thelen, vom Freundeskreis für Flüchtlinge. „Denn in den vergangenen Jahren ist es gelungen, unseren Freundeskreis zu einem professionell aufgestellten und verlässlichen Verein weiterzuentwickeln. Viele Menschen erleben unsere Arbeit heute als wichtige Anlaufstelle für Begegnung, Unterstützung und Gemeinschaft. Dabei wird oft übersehen: Ein solches Angebot lebt zwar ganz wesentlich vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen – es funktioniert aber nicht allein durch Ehrenamt. Ehrenamtliche Arbeit muss organisiert, koordiniert und begleitet werden. Genau dafür waren die bisherigen Fördermittel der Stadt Erkrath von großer Bedeutung.“
Doch trotz aller Widrigkeiten blickt der Verein nach vorne: Die zukünftige Wirkungsstätte des Begegnungszentrums „Hand in Hand“ wird ab dem 1. August nicht mehr am Europaplatz, sondern in den Räumlichkeiten des Forums Sandheide, Hildener Straße 28 sein. „Dabei werden wir uns auch etwas verkleinern und von den ehemals 105 Quadratmetern auf 35 Quadratmeter schrumpfen und dort unsere Beratungen (montags bis donnerstags von 9 bis 14 Uhr) und weitere Angebote durchführen. Können aber auch weitere Räumlichkeiten des SKFM Erkrath nutzen. Auch ist das Forum nicht ganz so zentral gelegen wie unsere Räume am Europaplatz.“ Dennoch sind der S-Bahnhof Hochdahl und auch eine Bushaltestelle in fußläufiger Nähe.
Der Verein ist dem SKFM Erkrath, mit dem der Nutzungsvertrag geschlossen wurde, sehr dankbar, dass der Freundeskreis nun im Forum Sandheide eine neue Heimat gefunden hat und es für den Verein nahtlos weitergeht. Auch das beliebte Sprachcafé, welches mittwochs und donnerstags von 16 bis 18 Uhr stattfindet, wird im Forum Sandheide fortgeführt werden. „Hier sind wir in Überlegung, dieses Angebot beispielsweise im ‚Café 28“ zu integrieren“, so Dieter Thelen. Gespräche dazu laufen bereits schon.
Bevor die Umzugskartons gepackt werden, soll am 18. Juli noch eine kleine Abschiedsparty im Rahmen eines Trödelmarktes inklusive Programm für Kinder auf dem Europaplatz gefeiert werden. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt. Weitere Informationen dazu folgen noch. Darüber hinaus feiert der Freundeskreis für Flüchtlinge in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Dazu ist für den 12. September eine entsprechende Feier geplant.
Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es für den Freundeskreis besonders wichtig, dass ein Zeichen des Zusammenhalts gesetzt wird. Und damit der Verein auch zukünftig seine Arbeit so gut umsetzen kann, ist er auch auf Spenden angewiesen (Spendenkonto IBAN: DE69 3015 0200 0002 1072 74 bei der Kreissparkasse Düsseldorf).