„Mit Erstaunen haben wir das Interesse der AfD Erkrath zur Teilnahme am Christopher Street Day in Hochdahl zur Kenntnis genommen“, sagt Toni Nezi, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem Orga-Team nun schon zum vierten Mal in unserer Stadt auf die Beine stellt.
„Wir haben der AfD Erkrath eine Absage zur Teilnahme erteilt und möchten dies auch öffentlich begründen“, so Toni Nezi weiter. Er benennt dazu in erster Linie folgende Gründe: „Der Christopher Street Day steht für die Vielfalt in unserer Gesellschaft und für die Rechte aller Menschen. Die akzeptierte Gleichstellung aller Menschen ist kein Selbstläufer, sondern langwierig, immer wieder auch frustrierend und oft mit Rückschlägen und Niederlagen verbunden. Kurz gesagt - es war ein weiter Weg bis zum vierten CSD in Erkrath, an dem die LGBTQIA+ Community im Mittelpunkt steht. Diese ist auch in Erkrath laut und bunt und vor allem integriert und ein Teil von uns allen.“
Toni Nezi führt zur Absage an die AfD Erkrath weiter aus: „Deswegen haben wir der AfD eine Absage für die Teilnahme an unserer Veranstaltung erteilt. In deren Bundestagswahlprogramm 2025 stehen folgende Sätze: „Die Realität der Zweigeschlechtlichkeit muss wieder anerkannt werden, auch wenn das Geschlecht bei einer verschwindend geringen Anzahl von Menschen nicht eindeutig zugeordnet werden kann (Seite 152)“ und weiter „es darf keine Indoktrination von Kindern und Jugendlichen durch Trans-Kult, Frühsexualisierung und Genderideologie geben. Jede staatliche Förderung dafür muss eingestellt werden (Seite 152).“ Das alles widerspricht den Grundsätzen des CSD - der die Vielfalt und Gleichberechtigung aller Menschen würdigt, respektiert und anerkennt und letztlich feiert.
Außerdem hat die Anfrage der AfD Erkrath zur Teilnahme am CSD in Hochdahl das Orga-Team sehr kurzfristig erreicht. „Aufgrund des weit fortgeschrittenen Planungsstandes konnten wir diese also ohnehin nicht mehr berücksichtigen.“
Der CSD Erkrath wird diesen Samstag, von 12 bis 23 Uhr auf dem Hochdahler Markt gefeiert (wir berichteten).