So wurden die Gäste auch dieses Mal nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch verwöhnt: Das aufmerksame Catering-Team reichte einen frisch und mit viel Liebe zubereiteten „Cello-Teller“ – eine überaus appetitanregende Idee, die perfekt auf den Abend einstimmte. Dazu gab es das passende, stimmungsvolle Publikum: immer zu einem sympathischen Schwätzchen bereit und bestens aufgelegt.
So wurden die Gäste auch dieses Mal nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch verwöhnt: Das aufmerksame Catering-Team reichte einen frisch und mit viel Liebe zubereiteten „Cello-Teller“ – eine überaus appetitanregende Idee, die perfekt auf den Abend einstimmte. Dazu gab es das passende, stimmungsvolle Publikum: immer zu einem sympathischen Schwätzchen bereit und bestens aufgelegt. (Bilder)
Lucy Luu im Café 28
Eine außergewöhnliche Vita: Wer ist Lucy Luu?
Doch wer steckt eigentlich hinter der Künstlerin am Cello? Lucy Luu, mit bürgerlichem Namen Jana Schubert, ist 27 Jahre alt und fand schon in frühester Kindheit zur Musik. Die Leidenschaft liegt in der Familie – ihr Vater spielt Saxofon. „Ich bin in einem Musikerhaushalt aufgewachsen und begann bereits im Alter von knapp fünf Jahren mit meinem ersten Instrument, dem Schlagzeug. Im Laufe der Jahre durfte ich vielfältige musikalische Erfahrungen sammeln, sang in Chören und brachte mir weitere Instrumente wie Klavier und E-Bass autodidaktisch bei“, erzählt die vielseitige Künstlerin.
Ihre musikalischen Wurzeln sind entsprechend bunt: In ihren jüngeren Jahren spielte sie Schlagzeug in der Punkrockband „Astropussy“. Heute bildet sie gemeinsam mit einer Freundin das Duo „strings and strokes“, das auf Hochzeiten und Firmenfeiern auftritt sowie auf YouTube, Spotify und allen gängigen Streaming-Diensten vertreten ist.
Beruflich schlug die 27-Jährige nach dem Abitur zunächst einen anderen kreativen Weg ein: Sie studierte Mediendesign an der Rheinischen Fachhochschule Köln und ist seit ihrem Abschluss (2019/2020) erfolgreich selbstständig tätig. Nebenbei unterrichtet sie Wasserski in Langenfeld und unterstützt Studierende beim Siebdruck. Kreativität prägt ihr gesamtes Leben: „Sowohl in der Arbeit als auch in der Musik kann ich meine Ideen und Emotionen auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck bringen.“
Vor etwa drei bis vier Jahren entdeckte Jana schließlich ihre ganz besondere Liebe zum Cello. Seitdem nimmt sie Unterricht an der Musikschule Monheim bei Katharina Jacob und feilt kontinuierlich an ihrem Spiel. Unter ihrem Künstlernamen Lucy Luu verbindet sie nun klassische Klangwelten mit modernen Melodien. Ihr aktuelles Konzertprogramm trug den treffenden Titel „Vielsaitig“ – ein schönes Wortspiel, das einerseits auf die vier Saiten ihres Instruments anspielt und andererseits auf die musikalische Bandbreite, die sie dem Publikum präsentierte.
Ein denkwürdiger Abend voller Entspannung und Harmonie
Alles war im Café 28 hervorragend vorbereitet. Mit über 60 Besucherinnen und Besuchern war der kleine Kulturtempel sehr gut gefüllt, und es herrschte von Beginn an eine entspannte, erwartungsvolle Atmosphäre. Da sich die Räumlichkeiten schon früh füllten, blieb den Gästen ausreichend Zeit für ein Gespräch mit der überaus sympathischen jungen Frau, die mit ihren 27 Jahren bereits eine erstaunliche und vielschichtige Lebensreise hinter sich hat. Die Zeit bis zum Konzertbeginn verging wie im Flug.
Nachdem Matthias Königsberg kurz erläuterte, wie das SKFM-Kulturprogramm einst entstand, und sich bei zwei verdienten Weggefährtinnen herzlich mit Blumen bedankte, gehörte die Bühne Lucy Luu. Sie eroberte den Raum im Sturm und tat genau das, was sie am liebsten tut: musizieren. Auf ihren Wunsch hin sollte nach den einzelnen Stücken nicht applaudiert werden, um den musikalischen Flow nicht zu unterbrechen. Ein Konzept, das das Publikum hervorragend annahm.
Die dargebotenen Stücke waren tief einfühlsam. Viele Besucher schlossen die Augen und genossen die zarten, harmonischen Klänge. Sämtliche Hektik und all das Unangenehme, was heutzutage oft auf die Menschen einprasselt, blieb vor der Tür des Cafés. Stattdessen regierten wunderschöne Melodien, Ruhe und Frieden – ein echtes „Relax-Konzert“, wie man es sich in der heutigen Zeit viel öfter wünscht.
War es während der Blöcke mäuschenstill, so entlud sich die Begeisterung am Ende in umso lang anhaltenderem, herzlichem Applaus für eine Künstlerin, die mit viel Bauchgefühl und Hingabe überzeugte. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei.