Eines der vielen Highlights ist das Kirchweihfest an diesem Sonntag (31. Mai) ab 10 Uhr, dass mit einem Festgottesdienst zum 150. Weihetag startet. Anschließend feiern die Gemeindemitglieder ihre Kirche. „Da die Kirche an diesem Tag zum Gottesdienst sehr voll sein wird, haben wir mittels Profi-Übertragungstechnik die Möglichkeit geschaffen, auch vor der Kirche der Predigt zu lauschen“, sagt uns Sabine Jachmann, die gemeinsam mit Anne Birkhoven, Sabrina Czarnetzki, Ulrike Herwald, Christoph Hill, Christian Ritt, Ulrike Siefen und Gudrun Steiling das Festjahr gestaltet hat. Nachmittags dürfen sich die Gäste auf ein gemeinsames Mitmach-Konzert mit Matthias und Melanie Arnold freuen, der Mitmach-Zirkus für die kleinen Besucher ist zu Gast und gegen 15 Uhr wird neben dem Pfarrhaus eine Zeitkapsel für die Nachwelt vergraben. Für ausreichend Speis und Trank ist natürlich auch bestens gesorgt.
Ein weiterer interessanter Programmpunkt wird der Vortrag mit Bruder Jürgen Neitzert am 10. Juni, um 19 Uhr sein. Er beschäftigt sich mit dem Thema „Franziskus - Mystiker und Wegbereiter des interreligiösen Dialogs“. „Was manch‘ einer vielleicht nicht weiß, dass sich Franziskus bereits vor 800 Jahren mit Vertretern des Islams zum gemeinsamen Austausch getroffen hat“, verrät Sabine Jachmann. Der Vortrag findet im Franziskushaus statt.
Am 26. Juni dürfen sich die Erkrather auf ein Konzert der ganz besonderen Art freuen: Die Kammerphilharmonie Köln ist zu Gast und spielt „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi unter der Leitung von Annemarie Leschinski in der Franziskus-Kirche. Im Anschluss folgt ein „Mittsommer-Umtrunk“ auf dem Kirchhof.
Ein unterhaltsamer Abend über Gott und die Welt verspricht die Erzählung „Eine kleine Geschichte des Größten“ mit Dr. Manfred Lütz aus Bonn am 9. September, 19 Uhr, im Paul-Schneider-Haus.
Am 4. Oktober wird dann der 800. Todestag des Heiligen Franziskus um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst „Franziskusmesse“ begannen. Dazu gibt es eine Uraufführung „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ von Klaus Wallrath. Anschließend gibt es eine „Brotzeit“ auf dem Kirchhof der St. Franziskus Kirche.
Im Vorfeld dazu findet am 11. Juli, von 10 bis 16 Uhr, ein Chortag als Auftakt für die Franziskusmesse von Klaus Wallrath statt. Eingeladen sind alle Chorsänger, Kinderchor und Interessierte. Ort des Geschehens ist das Gemeindezentrum Heilig Geist inklusive Imbiss. Die Leitung hat der Seelsorgebereichsmusiker Ingo Hoesch. Weitere Proben sind für den 12., 19. und 26. September angesetzt, jeweils von 10 bis 13 Uhr. Die Generalprobe findet am 3. Oktober, 10 bis 13 Uhr statt. Anmeldungen werden bis zum 30. Juni per Mail an [email protected] entgegengenommen.
Das gesamte Programm befindet sich in der Festzeitschrift zum 150. Geburtstag der Sankt Franziskus Kirche und online auf der Webseite der Gemeinde www.st-franziskus-hochdahl.de.
Spannende Fakten zur Sankt Franziskus Kirche:
- Die Buntglasfenster im Chorraum entstanden ab 1881 und sind Kostbarkeiten, die weit über Hochdahls Grenzen bekannt sind. Die Bildkompositionen werden Carl Hertel, einem berühmten Vertreter der Düsseldorfer Malerschule, zugeschrieben. Die zehn Kirchenfenster im Kirchenschiff kamen ab 1899 dazu und zeigen neutestamentliche Szenen.
- In der Nacht des 13. Aprils 1992 erschütterte das „Roermond-Erdbeben“ mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala die Niederlande und Deutschland. Die St. Franziskus Kirche überstand as stärkste Erdbeben seit 236 Jahren nicht schadlos. Im Kirchenschiff traten Risse auf. Zum Schutz des Bauwerks wurden bei den notwendigen Restaurierungsmaßnahmen Maueranker eingezogen.
- Schon 1858 wurde ein Kirchbauverein gegründet, der von Stiftungen der Familie Kemperdick auf Gut Clef unterstützt wurde. Die Grundsteinlegung für die neue Kirche mit dem Patrozinium des heiligen Franziskus von Assisi fand am 11. Oktober 1874 in Trills statt. Am 28. Mai 1876 wurde die Kirche St. Franziskus durch Weihbischof Johann Anton Baudri geweiht.
- Bedingt durch die Reform der pastoralen Strukturen im Erzbistum Köln schlossen sich im Frühjahr 2025 die katholischen Kirchengemeinden Erkrath, Haan, Hilden und Hochdahl unter dem Namen „Pastorale Einheit im neanderland“ zusammen.
- Den Zweiten Weltkrieg hat die Franziskus Kirche beinahe unbeschadet überstanden. Doch wenige Monate nach dessen Ende fegt ein Sturm über Hochdahl. Der Orkan am 20. Februar 1946 führt zu erheblichen Schäden am Kirchturm. Teile der Galerie und das südwestliche Ecktürmchen stürzen von der Plattform des Hauptturmes herab. Auch der Hahn kann dem Orkan nicht trotzen und wird beschädigt.
- Sämtliche Steine zum Bau der Kirche stammen aus der in Hochdahl ansässigen Ziegelei Kemperdick. An mehreren Stellen sind heute noch Fingerabdrücke von Kindern zu sehen, wodurch erkennbar ist, dass auch Kinder am Bau der Kirche mitgearbeitet haben.
(Quelle: Festzeitschrift 150 Jahre Sankt Franziskus Kirche Hochdahl)