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Er will in den Landeskader

Er will in den Landeskader

Bisher lief das Wettkampfjahr für den 13-jährigen Kumite-Karatekämpfer vom TuS Erkrath mehr als erfolgreich: Magnus Mesters ist Erkrather Stadtmeister, Düsseldorfer Bezirksmeister und seit September sogar NRW-Landesmeister.

Sein nächstes Ziel ist die Aufnahme im Landeskader.

(nima) Magnus Mesters trägt zurzeit den violetten Gürtel und ist bereits zweimal Stadtmeister von Erkrath geworden und in diesem Jahr zunächst Düsseldorfer Bezirksmeister, dann im September NRW-Landesmeister im Kumite in der Altersklasse U14 und der Gewichtsklasse bis 53 kg. Und Mitte Oktober konnte er bereits den nächsten Erfolg verbuchen: "Beim Internationalen Top Fighter Cup in Höchst im Odenwald kam er ungeschlagen ins Finale und musste sich letztlich nach einem spannenden 2:2 mit Platz 2 zufriedengeben", erzählt Herbert Büsing, der den jungen Kumite-Karatekämpfer aus Haan seit sieben Jahren beim TuS Erkrath trainiert.
Zunächst habe Magnus Kata-Übungsformen trainiert, sei dann aber auf Büsings Rat zum Kumite gewechselt. Mit Erfolg, wie allein schon die List seiner diesjährigen Platzierungen zeigt. Zwei dritte Plätze (einen beim Internationalen Neko Cup in Hessen und den anderen beim Ostseepokal in Neustadt, Schleswig-Holstein) kommen zu den oben genannten Titeln und dem zweiten Platz im Top Fighter Cup noch hinzu.
"Wir haben mehrere Top-Kämpfer im Team", sagt Büsing. Eine frühe Talentsichtung und -förderung sei dabei entscheidend. Letztere gehe nicht ohne die Eltern, so der erfahrene Trainer. Auch Magnus Eltern fördern ihren talentierten Sohn gerne. Rund 250 bis 300 km fahren sie mit ihm zurzeit täglich zum Training, denn außer in der Karateabteilung "KarateDo" des TuS wird der Gymnasiast seit einiger Zeit auch von NRW-Landestrainerin Susanne Nitschmann in Kempen am Niederrhein trainiert.

"Solange es den Kindern Spaß macht, sollte man das unterstützen", sagt Magnus Vater Matthias Mesters zu dem erheblichen Zeitaufwand, den er und seine Frau in die sportliche Karriere des Sohnes investieren. Er weiß auch, wie viel Magnus selbst in den Sport investiert: In wettkampffreien Zeiten trainiert er rund acht Stunden Karate pro Woche. "Vor Wettkämpfen wird das Training vier Wochen lang um gut 40 bis 50 Prozent intensiviert", so Matthias Mesters. Und wenn er mal nicht Karate macht, spielt er Fußball bei der SSVG Haan, letztes Jahr sogar in der Leistungsklasse. Das Fußball-Training hat er aber inzwischen auf rund vier Wochenstunden reduziert. Dennoch bleibe nicht viel Zeit, Freunde zu treffen, gibt Magnus selbst zu, versichert aber: "Der Sport macht mir aber genug Spaß." In den Sommerferien stehen statt Karate und Fußball meist Wellenreiten und Kitesurfen auf Fuerteventura an. Am Karate gefalle ihm besonders, sich eins zu eins mit dem Gegner zu messen. Auch die hohe mentale Anstrengung, die Konzentration, die den Sport ausmacht, ist ganz sein Ding. Magnus nächstes großes Ziel ist es, 2016 in den Kumite-Landeskader von Nordrhein-Westfalen aufgenommen zu werden.

Wer selbst einmal Karate ausprobieren möchte, ist beim TuS Erkrath herzlich zum Schnuppertraining eingeladen. Die Karateabteilung "KarateDo" bietet montags bis freitags mehrere Trainingseinheiten für verschiedene Altersklassen und Könnensstufen an. Eine "Floh-Karategruppe" für Kinder ab vier Jahren soll in Kürze starten. Trainiert wird in den Turnhallen von Friedrich-Fröbel-Schule, Johannesschule, der Grundschule an der Falkenstraße und des Schulzentrums Rankestraße.


Weitere Infos auf www.karatedo-erkrath.de.