Leserecho Ihr Feedback zu Böllerverbotszonen in Erkrath

Erkrath · In unserer Ausgabe vom 19. Dezember fragten wir, ob Böllerverbotszonen in der Stadt die Lösung sein könnten, um Missbrauch mit Feuerwerkskörpern und Böllern zu verhindern. Hier sind Ihre Antworten dazu:

Foto: Pixabay/Roy Steinwandel

„Ich denke, es ist an der Zeit auch im Bereich Silvesterböllerei umzudenken. Es ist einfach unserer Umwelt und auch unserem Umfeld gegenüber nicht mehr zu vertreten ,dass wir soviel Dreck in die Luft schicken. Es ist ein kurzes Vergnügen für einige Mitglieder der Gesellschaft, aber eine langfristige Belastung für alle. Für einige bedeutet es, gerade im Bereich Hochdahler Markt und Europlatz, eine alljährlich wiederkehrende Gefahrenlage.

Könnte man inzwischen die Knallkörper und Raketen nicht mit Lasertechnik hergestellten Lichtgebern und umweltneutraleren Materiealien produzieren? Ich wundere mich, dass das noch nicht auf dem Markt ist, wo wir in anderen Bereichen so fortschrittlich sein wollen.

Da es bis dahin noch dauern wird, ein anderer Vorschlag: Könnte man nicht ausgewählte Plätze im Stadtgebiet für die Böllerei frei geben? Eventuell Stadien oder Sportplätze oder unbewohnte Freiflächen? Wie wäre es mit Silvestertreffen, ähnlich wie Weihnachtsmärkte, wo auf sicherem Terrain die Raketen abgeschossen werden könnten? Ein kleiner Eintritt für das Saubermachen hinterher müsste doch auch möglich sein, in Anbetracht der Summen, die für die Raketen ausgegeben werden.“

F. Tilp, Erkrath

„Aufgrund Ihrer im Lokal Anzeiger beschriebenen Artikel ‚Böllerverbotszonen auf dem Europaplatz in Hochdahl‘ stellt sich mir nicht die Frage, ob es ein Böllerverbot geben soll, sondern ich finde das, dass es ein absolutes Muss ist, dieses Böllerverbot auch schon für dieses Jahr 2025 umzusetzen. Es ist nicht wie sie schreiben respektlos von den Jugendlichen, sondern schon seit mehreren Jahren kriminell. Das muss sofort unterbunden werden und mit hohen Strafen der Täter geahndet werden.

Wir Bürger haben nichts davon, wenn hier weiterhin solche Straftaten toleriert werden. Erstens zahlen wir als Bürger diese Einsätze der Polizei und der Feuerwehr. Zweitens kann man als Bürger nicht mehr ohne Angst auf die Straße gehen. Drittens plädiere ich auf den Schutz der Bürger in einem höheren Maße und auf enorm höhere Strafen für diese Täter. Ich verstehe schon seit langen die Politik nicht mehr, die auch unsere Feuerwehr und unsere Polizisten nicht besser schützen. Diese Menschen setzen sich Tag für Tag für unsere Gesellschaft ein und müssen dabei erhebliche gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen.

Dass da kein Riegel vorgeschoben wird, ist mir unbegreiflich. Ich bin entsetzt über die lasche und lapidare Handhabung in unserem Land. Das Silvesterfest hat nichts mehr mit fröhlichen Feiern zu tun, sondern für mich mit absoluter Panik und Hilflosigkeit.

Eine Bitte an alle Politiker und Bürgermeister dieser Stadt: Unternehmen Sie bitte unverzüglich was und setzen sie endlich den Tätern Grenzen auf, die wehtun. Diese Täter sind nicht nur Silvester unterwegs, sondern mittlerweile das ganze Jahr, diese Täter veranstalten hier Terrorismus und kennen keine Grenzen. Einfach nur widerlich.“

Elke Buchelt und Petra Gründer, Erkrath

„Seit Jahren bin ich für ein generelles Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. In Zeiten des Klimawandels erst recht. Aber anscheinend hat die Wirtschaft eine höhere Priorität als unser Klima. Alle Jahre wieder beginnt auch das Spiessrutenlaufen mit

unseren Hunden, weil dumme Menschen bereits Tage vorher rumböllern. Von den Wildtieren oder allen anderen Tieren mal ganz zu schweigen. Und dann der Müll, der nicht weggeräumt wird. Böllerverbotszonen bringen wenig. Daher unbedingt ja: generelles Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern.“

Anja Lausberg, Erkrath

„Ein allgemeines Böllerverbot sowie auch ein Böllerverbot in Hochdahl lehne ich ab. Das ist keine Maßnahme, die allgemeine Kriminalität - unabhängig vom Alter - sinnvoll zu verringern.

Wesentlich wichtiger wäre es, die Baustelle in der Schildsheider Straße auf Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. Im Dunkeln ist diese Baustelle „kriminell“ und nicht ausreichend gesichert. Diese Info habe ich bereits an den Bürgermeister geschickt, die Antwort sehr ernüchternd. Man spürt regelrecht, wie ernst meine Bedenken genommen werden. Auf einen Teil meiner Beschreibung wir nicht eingegangen.

Auch die Polizei in Hochdahl ist nicht aus eigener Erfahrung nicht proaktiv - das zu Ihrer Bemerkung: ‚auch die Polizei nimmt solche Hinweise sehr ernst‘. Häufig steht die Polizei bei öffentlichen Veranstaltungen am Rande und quatscht, ist also gar nicht mit der Sicherheit der Menschen beschäftigt.“

Andrea Magiera, Erkrath

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