Fortsetzung des Trillser Straßenfest

Die Fortsetzung ist gesichert : Straßenfest geht weiter

Im letzten Jahr stand das Trillser Straßenfest auf der Kippe. Die bisherigen Organisatoren Gottfried Bander und Paul Söhnchen hatten aus ihren Rückzug angekündigt und die Nachfolge war unklar.

Für die Freunde des Trillser Straßenfests gibt es gute Nachrichten: Es geht auf jeden Fall weiter. Das war im letzten Jahr noch gar nicht so klar. Gottfried Bander und Paul Söhnchen hatten angekündigt, dass es nun wirklich das letzte Trillser Straßenfest sei, das sie als Organisatoren begleiten. Verständlich, denn beide sind zwar sehr aktive Menschen, aber auch schon im fortgeschrittenem Alter und irgendwann müssen dann auch einmal jüngere Bürger den Staffelstab übernehmen. Aber die Nachfolge war unklar und zeitweise sah es tatsächlich so aus, als wenn es das letzte Trillser Straßenfest wäre, das im letzten Jahr so viele unbeschwert gemeinsam feierten.Niemand wollte, dass dieses Fest ausläuft. Längst ist das Trillser Straßenfest feste Tradition im Stadtteil.

So gut wie immer dabei: Der Löschzug Trills mit den schon fast legendären Reibeplätzchen. Einige munkeln, dass viele nur wegen der Reibeplätzchen überhaupt zum Straßenfest kommen. Das sind natürlich nur Gerüchte, denn es ist das Fest mit vielen Leckereien und vor allem Begegnungen, das den Mix ausmacht. Dafür reisen sogar ehemalige Trillser an. Aber nachdem die Nachfolge von Bander und Söhnchen ungeklärt schien, waren es letztlich zwei aus dem Trillser Löschzug, die sich gesagt haben „einer (oder auch mehrere) müssen sich einfach trauen“. Es waren zwei, genauer gesagt: Yvonne Kempa und Ron Bambrowicz, die sich getraut haben, den Hut aufzusetzen. „Wir haben uns gesagt, bevor das jetzt für die Zukunft ins Wasser fällt, übernehmen wir die Organisation“, sagt Yvonne Kempa und ergänzt „Wir hätten es einfach schade gefunden, wenn das Trillser Straßenfest künftig nicht mehr stattfinden kann“. Ihr Mitstreiter Ron Bambrowicz weilt gerade in seinem wohlverdienten Urlaub. Die Entscheidung haben die beiden privat, außerhalb des Löschzugs getroffen. Aber genauso privat sind ihnen einige Kameraden gefolgt, die ihre Unterstützung angeboten haben. Gottfried Bander und Paul Söhnchen haben das Duo natürlich nicht „im Regen stehen lassen“.

Als Berater im Hintergrund sind sie für die Übergabe dann doch noch einmal aktiv. Die neuen Organisatoren haben erst einmal überlegt, was zu planen und zu tun ist. Eine To-do-Liste der bisherigen Organisatoren war dabei sehr hilfreich und auch persönlich sind die Ehemaligen ansprechbar. Im Januar haben Kempa und Bambrowicz in einer ersten Sitzung alle Vereine und Organisationen, die bisher am Trillser Straßenfest beteiligt waren, zum Kennenlernen eingeladen. Dabei kamen durchaus auch neue Ideen auf den Tisch, aber fürs erste Jahr als neue Organisatoren haben sie erst einmal entschieden: „In diesem Jahr bleibt alles, wie es war“. Im nächsten Jahr schauen dann alle mal weiter. Dann haben die neuen Organisatoren erste eigene Erfahrungen gesammelt und können gemeinsam mit allen Beteiligten vielleicht auch einmal etwas Neues wagen.Wer das Trillser Straßenfest auch in diesem Jahr nicht verpassen möchte, sollte sich schon einmal den 24. und 25. August vormerken.

(RG)
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