Fridays for Futre in Erkrath

Fridays for Future : „Ich engagiere mich für die Zukunft“

Die Bewegung „Fridays for Future“ bestimmt derzeit den Zeitgeist. Zahlreiche Schüler machen sich stets freitags auf, gegen den Klimawandel zu demonstrieren und für die eigene Zukunft einzustehen.

Auch in Düsseldorf hat sich eine engagierte Gruppe zusammengefunden, die regelmäßig Demonstrationen realisiert. Mitinitiator dieser Gruppe ist der Erkrather Alexander Schulze, der sich die 16jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg als Vorbild nimmt. Die junge Schwedin hatte bereits im vergangenen Jahr mit Interviews und dem Aufruf zu globalen Streiks auf sich aufmerksam gemacht. „Als ich in Erkrath keine Ortsgruppe gefunden habe, bin ich auf Düsseldorf aufmerksam geworden“, erinnert sich Schulze, der sich als Erwachsener in der Gruppe zahlreicher Schüler und Studenten nicht fehl am Platz fühlt. „Ich habe meine Hilfe angeboten und die anderen Gruppenmitglieder waren dankbar dafür. Ich finde es großartig, was die jungen Menschen alles auf die Beine stellen. Rund 20 Demonstrationen haben sie bereits organisiert.“

Die Etablierung der Ortsgruppe Düsseldorf in den sozialen Medien war ein Beitrag, den Alexander Schule leisten konnte. Doch auch der Besuch von Demonstrationen und die Bereitstellung technischer Ausstattung zählen zu seinem Engagement. „Ich habe mir freitags auch einmal einen Tag Urlaub genommen, um mir ein eigenes Bild von den Schülern vor Ort machen zu können.“ Dass die Bewegung gerade wegen ihre Demos während der Schulzeit in Kritik gerät, ist für den Erkrather nicht nachvollziehbar. „Für mich ist es legitim, für seine eigene Zukunft auch mal auf Schule zu verzichten. Auch aus pädagogischer Sicht ist dieses Vorgehen in meinen Augen sinnvoll. Wenn ich sehe, wie sich die Jugendlichen organisieren und was sie gemeinsam auf die Beine stellen, beeindruckt mich das sehr.“ Mit dem Forderungskatalog, der von der Bewegung im April veröffentlicht wurde, gehen die Demonstranten nicht nur in Düsseldorf weiterhin aktiv auf die Straße.

Über 400 Ortsgruppen lassen sich allein im Bundesgebiet finden. Bei dem letzten globalen Streik, der im März initiiert wurde und am 24. Mai eine Wiederholung finden soll, nehmen über 120 Länder teil. Der Umweltschutz wird von Alexander Schule nicht erst seit wenigen Monaten in den Lebensalltag integriert. Der zweifache Vater gründete bereits 2008 gemeinsam mit weiteren Mitstreitern den Verein der Freunde und Förderer des Naturschutzzentrums Bruchhausen. Seine zwölfjährige Tochter Jule tritt bereits in Papas Fußstapfen. Seit dem fünften Lebensjahr verzichtet die Gymnasiastin auf Fleisch - zum Wohl der Tiere.. Bewussteres Einkaufen, Ökostrom und der Verzicht auf das Auto, wenn Strecken auch fußläufig erreichbar sind - alles Ziele, die sich die vierköpfige Familie gesteckt hat. Und natürlich werden auch weiterhin die Demonstrationen von „Fridays for Future“ unterstützt. „So lange, bis die Politik endlich reagiert. Für unsere Zukunft!“

(tb)
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