Kunstinstallation auf der Anlage der WBG Erkrath: Mein Freund der Baum

Kunstinstallation auf der Anlage der WBG Erkrath : Mein Freund der Baum

Den Sanierungsarbeiten der Wohnungsbaugenossenschaft an der Schlüterstraße sind einige Bäume zum Opfer gefallen. Künstlerin Claudia Eckert hat einen dieser Bäume aufbewahrt und ihn in ein Kunstwerk verwandelt.

Das steht nun vor der Wohnanlage.

(nigo) Seit zwei Jahren wird an der Schlüterstraße eifrig gebuddelt. Die Erkrather Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) modernisiert ihre Häuser und verschönert das Erscheinungsbild der Vorgärten. Dem ist der ein oder andere Baum zum Opfer gefallen, der gefällt werden musste. "Diese Bäume haben mich die ganze Zeit, in der ich hier gewohnt habe, begleitet", sagt Claudia Eckert. Und das sind immerhin 68 Jahre ihres Lebens. Eckert ist Bewohnerin und Künstlerin zugleich und hat sich einen der Bäume gesichert, bevor diese abtransportiert wurden. Anderthalb Jahre hat sie den Stamm dieses Baumes bearbeitet und draus ein Kunstwerk der besonderen Art geschaffen. "Verbundenheit" lautet der Titel ihrer Arbeit. Die Verbundenheit ihrer selbst und der anderen Bewohner zu den Bäumen, die einst ihre Wohnanlage zierten.

"Ich liebe organische Strukturen, die sich wie ein Netz über Dinge legen", sagt Eckert. Und das spiegelt sich auch in ihrer neuen Arbeit wieder. Wie ein Netzt sieht das aus, was sie in die alte Astgabel geschnitzt hat. Die Arbeit wurde in der vergangenen Woche vor den Häusern der WBG an der Schlüterstraße aufgebaut. Ein ein Meter tiefes Fundament aus Eisen musste dazu in die Erde gerammt werden, damit der Baum sicher steht. Gearbeitet hat Eckert bei Wind und Wetter. Teils unter einer Plastikplane vor den Häusern, als der Winter kam zog sie samt Baum um in eine alte Lagerhalle.

Unterdessen wird an der Schlüterstraße weitergearbeitet. Der erste Abschnitt der Sanierungsarbeiten ist mittlerweile fertig gestellt, nun folgt der zweite. Der betrifft die oberen Häuser der WBG. "Damit wollen wir im Frühjahr des kommenden Jahres fertig sein", sagt Michael Heusler von der Wohnungsbaugenossenschaft.

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