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Ausstellung in der Caritas-Begegnungsstätte Gerberstraße: Kunst ist Heilung

Ausstellung in der Caritas-Begegnungsstätte Gerberstraße : Kunst ist Heilung

Die Neanderart-Group freut sich über einen neuen kreativen Kopf in unserer Stadt: Scherian Amawi (35 Jahre) stellt derzeit in der Begegnungsstätte an der Gerberstraße aus. Die Unterbacherin freut sich über diese Chance, ihre farbenfrohen Werke einem breiterem Publikum vorstellen zu können.

Seit rund sieben Jahren nutzt die Neanderart-Group die Räumlichkeiten der Caritas an der Gerberstraße für die Vorstellung junger Künstler. Bedingt durch die Corona-Pandemie können kunstinteressierte Erkrather die Bilder derzeit aber „nur“ von außen durch die großen Fensterscheiben der Begegnungsstätte betrachten. Vor Scherian Amawi, die seit dem vergangenen Wochenende mit ihren Bildern die Wände in der Gerberstraße schmückt, haben die Künstler Sonja Zeltner-Müller, Inge Appelgren, Marion Jansen und Ulli Schutkin ihre Kunst präsentiert. „Wir schätzen die Begegnungsstätte als Ausstellungsort sehr, da hier, wenn nicht gerade eine Pandemie herrscht, viele Menschen täglich ein und aus gehen und wir damit einem breitem Publikum unsere Kunst näher bringen können“, sagt Ralf Buchholz, Sprecher der freien Künstlervereinigung.

Zusätzlich gewährt er in diesen Zeiten dem kunstinteressierten Publikum Einblicke in die Ateliers der 33 Mitglieder der Neanderart-Group und stellt diese auf der Facebook-Seite der Neanderart-Group vor. „Scherian Amawi hat mich per Mail kontaktiert. Sie war auf der Suche nach Kontakten zu anderen Künstlern“, so Buchholz. „Nach einem kurzen Austausch per Mail hat die Chemie schnell gestimmt und so kam es zu der Ausstellung in der Begegnungsstätte.“

Vor rund fünf Jahren hat die junge Palästinenserin  ihre kreative Leidenschaft entdeckt. „Eine Freundin hatte mir zum Geburtstag ein selbst gemaltes Bild geschenkt und das hat mich inspiriert selbst zu Pinsel und Farbe zu greifen“, erinnert sie sich. Experimentell, farbenfroh und geheimnisvoll - so könnte man mit wenigen Worten die Werke von Scherian Amawi beschreiben. „Schon seit meiner Kindheit begleitet mich mein Glaube an das Göttliche und an engelsgleiche Wesen, die uns unser ganzes Leben begleiten und leiten.“ Immer wieder tauchen in ihren Bildern Zahlen auf - so genannte Engelszahlen oder auch Lebenszahlen - die ihr persönlich im Alltag regelmäßig begegnen und eine individuelle Bedeutung haben. „Die Kunst hilft mir, Dinge in meinem Leben zu verarbeiten. In jedem meiner Werke steckt ein Stück von mir. Sie gibt mir Kraft und verbreitet Liebe und Licht in meinem Leben und das anderer Menschen. Kunst ist Heilung und diese Art der Heilung möchte ich durch meine Werke auch anderen Mensche zu Teil kommen lassen.“

Acht Bilder hängen noch bis zum 9. Mai in der Begegnungsstätte Gerberstraße. Sobald der Lockdown gelockert wird und es die Infektionszahlen wieder zulassen, möchte die Künstlerin gerne persönlich in der Ausstellung vor Ort sein, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, mit ihr in einen Dialog zu treten.

(nic)