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Kunst aus Erkrath: Jedes Werk ein echtes Unikat

Kunst aus Erkrath : Jedes Werk ein echtes Unikat

Lothar Kniep hat beim Erkrather Wettbewerb „Kunst am Bau“ im Rahmen des gerade im Entstehungsprozess befindlichen „Forum Sandheide“ die Jury mit seinem Entwurf zur Außengestaltung des Gebäudes an der Hildener Straße überzeugt (wir berichteten). Heute möchten wir den Künstler einmal in einem kleinen Portrait unseren Lesern vorstellen.

Betritt man das Atelier des Künstlers, ist man überrascht wie aufgeräumt und sauber hier alles ist. Das erwartete „kreative Chaos“ bleibt aus. Es duftet sogar nach frisch gewaschener Wäsche und nicht nach Ölfarbe. „Ich brauche diese Struktur und Ordnung für meine Arbeit“, gesteht er uns. Bis vor fünf Jahren hat er noch im Personalcontrolling gearbeitet und ist nun im Ruhestand. Künstlerisch tätig war er schon in früher Jugend und im Laufe seiner Schaffenszeit entdeckte er sein Faible für Papier als Grundlage seiner kreativen Ausdrucksform. „Ich mache hauptsächlich Kupferdruck, so genannte Monotypien, die immer ein echtes Unikat sind.“ Darüber hinaus findet man in seinem Atelier Aquatinta-Radierungen, Holzstiche, Linolschnitte und Aquarelle. In jüngster Zeit widmet sich der Erkrather Künstler auch Portrait-Zeichnungen. „Das steckt aber noch in den Kinderschuhen und im Moment sind es hauptsächliche Familie und Freunde, die mir dafür Modell stehen. Richtig kniffelig wird es bei Tierzeichnungen.“ Betrachtet man Knieps Kunstwerke fallen einem sofort die klaren Linien und einfachen Strukturen auf. Farbenfroh sind seine Bilder mit Liebe zum Detail.

„Ich habe etwas gesucht, eine Art Kunst zu machen, mit der ich mich von anderen Künstlern abhebe. Das ist mir mit dem Kupferdruck gelungen, denn so etwas aufwendiges macht heute kaum noch jemand. Es ist auch schwierig an die entsprechenden Druckmaschinen zu kommen.“ 77 Ausstellungen hat der 66Jährige bereits gemacht - national wie international. Stolz ist er auf seine Auszeichnung zum „Besten deutschen Künstler“ auf der großen Frühjahrsausstellung in Neuville/Frankreich im Jahr 2015, “Gewinner des Deutschen Bürgerpreises 2015“ mit der Neanderart-Group, bei der er bereits seit vielen Jahren Mitglied ist und der Preis zum „Gewinner des Heimatpreises 2020“ mit der Gruppe. Durch die Corona-Pandemie muss er seinen Schaffensdrang etwas zügeln, denn verkauft wird im Moment wenig an Kunstwerken, da die Möglichkeit zum Ausstellen fehlt und irgendwo muss ein Künstler seine Werke auch lagern.

Doch Auftragsarbeiten, wie Lothar Knieps „Traumbilder“ kommen derzeit sehr gut bei Kunstliebhabern an. Angebote findet man dazu auf seiner Webseite. Natürlich hofft Lothar Kniep, dass er bald wieder seine Werke in Erkrath und in der Region ausstellen kann. Regelmäßig macht er das beispielsweise in seinen eigenen Ausstellungsräumen in der Solinger Clemens-Galerie. Ähnliches wünscht er sich auch in Alt-Erkrath - eine dauerhafte Galerie, in der lokale Künstler ihre Werke präsentieren können. „Es wäre toll, wenn sich irgendwann vielleicht einmal Räume dafür finden würden.“ Und was macht Lothar Kniep, wenn er nicht gerade in seinem Atelier beschäftigt ist? „Derzeit renoviere ich unser Haus und als Ausgleich radle ich mit meinem neuen Pedelec durch die Gegend.“ Das hat er sich nämlich von seinem Preisgeld im Rahmen des eingangs erwähnten Wettbewerbs „Kunst am Bau“ gegönnt. „Es ist toll damit zu fahren und ich lerne meine Umgebung nochmal ganz neu und aus einer anderen Perspektive kennen.“ Vielleicht fließen diese neuen Eindrücke auch demnächst in Knieps zukünftige Werke mit ein. Wir dürfen gespannt sein. Wer mehr über Lothar Kniep als Künstler erfahren möchte, der klickt einfach auf seine Webseite http://www.kunstknieperei.de.

Infos zum Künstler
Lothar Kniep
Alter: 66 Jahre
gebürtig aus Düsseldorf, lebt seit 33 Jahren in Erkrath
Mitglied Kunstverein Erkrath e.V., bei der Neanderart-Group, crossart internatinal und im Kunstverein Düsselorf.
Minimal-Künstler mit Hang zum Einfachen.. Besonderen...

(nic)