Erkraths Potenzial wecken

Langenfelds Bürgermeister und dessen Citymanager berichteten auf Einladung der Erkrather CDU und ihres Bürgermeisterkandidaten Christoph Schultz von ihrem Weg zur erfolgreichen Stadt.

(nigo) Am Anfang steht eine Frage, die sich nicht nur Marc Hildebrand von der Erkrather CDU stellen dürfte: "Was ist los in Erkrath, was läuft hier falsch?" In Erkrath passiere viel zu wenig. Wohingegen andere Städte von der direkten Nähe zu Düsseldorf profitieren, sei davon in Erkrath nichts zu beobachten. "Es werde viel gejammert, aber wenig unternommen", sagt Hildebrand. "Dabei haben wir viel Potenzial." In den nächsten Wochen will die CDU deswegen eine Reihe von Veranstaltungen initiieren, um dieses Potenzial zu wecken. In der vergangenen Woche ging es mit einer Diskussionsrunde los, zu der Hildebrand und Bürgermeisterkandidat Christoph Schultz auch zwei Gäste von außerhalb eingeladen hatten. Gäste aus einer Stadt, die es geschafft hat, sich zu einer attraktiven Stadt zu mausern. Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider und sein Citymanager Jan Christoph Zimmermann berichteten den Erkrathern von ihrem Weg zur erfolgreichen Stadt. Denn davon kann auch Erkrath lernen.

Einst habe es in Langenfeld nicht viel anders ausgesehen als in Erkrath, sagt Schneider. "Denn unsere beiden Städte sind vergleichbar", sagt er. Genau wie in Erkrath habe es auch in Langenfeld ein sehr starkes Ortsteildenken gegeben und kein klar definiertes Stadtzentrum. In den 90er Jahren habe man das dann geändert und eine Stadtmitte definiert, dort nur noch die Bebauung zugelassen, die auch in ein Stadtzentrum gehört. Als nächstes wurde dann ein Citymanager eingestellt. Der ist Teil von Wirtschaftsförderung und der Stadtverwaltung. Und er ist zentraler Ansprechpartner. "Er nimmt bei uns eine Lotsenfunktion ein", sagt Bürgermeister Schneider. Zudem sei er es, der Leerstände in der Stadt erfasse und Interessenten gezielt mit den Vermietern in Kontakt bringe. In Langenfeld sei das ein Erfolgskonzept. Eine tolle Idee, findet auch der Erkrather Bürgermeisterkandidat Schultz: "Die Stadt muss sich als Dienstleister für die Bürger begreifen. Da ist es wichtig, einen zentralen Ansprechpartner für Geschäftsleute und Vereine zu haben, die Leben in die Stadt bringen wollen", sagt er. Einen solchen Citymanager solle sich auch Erkrath leisten, findet Schultz.

In Langenfeld hat die Stadt zudem gezielt Immobilien gekauft und diese dann an Geschäfte vermietet. So konnte gesteuert werden, welche Geschäfte sich im Zentrum angesiedelt haben. "Denn wir brauchen keine 20 Bäcker und auch keine 20 Friseure", sagt Schneider. Als Stadt müsse man gelegentlich in Vorleistung gehen, um ein breites Angebot zu schaffen.

Dass Erkrath von Langenfeld lernen kann, davon ist Schultz überzeugt. Ein aktives Flächenmanagement wie das in Langenfeld brauche es in Erkrath, um ein attraktives Geschäftszentrum zu schaffen. Denn: "Der Bürgermeister ist der Wirtschaftsförderer Nummer eins", sagt Christoph Schultz.

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