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Ökumenische Initiative für Eine Welt Erkrath: Seit 39 Jahren engagiert für eine bessere Welt

Ökumenische Initiative für Eine Welt Erkrath : Seit 39 Jahren engagiert für eine bessere Welt

Alles fing 1981 an als sich einige Familien aus Erkrath zu einer kirchlichen Aktionsgruppe unter dem Namen „Ökumenischer Arbeitskreis Dritte Welt“ zusammentaten.

Zu den Gründungsmitgliedern zählten damals Martin Schmidt, Mayk Laumann, Claudia Schaff, Franziska und Dagobert Zint sowie Winfried Hoffmann und Magret Buslay. Unterstützung bekamen sie von Kaplan Hermes. Sie fokussierten sich mit ihrer Arbeit auf die Menschen in Haiti, die dort unter sehr schlechten und armen Verhältnissen lebten und auch heute noch zu einer der ärmsten Bevölkerungsgruppen zählen. „Die Aktionsgruppe wollte damals einen Beitrag für eine gerechtere Welt und eine fairere Marktlage in den so genannten Dritte Welt-Ländern schaffen“, weiß Ingrid Fehrenbacher.

Das ist auch heute noch das Ziel. „Damals hat die Aktionsgruppe vornehmlich den fair gehandelten Nicaragua-Kaffee nach den Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen verkauft, um Spenden für Haiti zu sammeln. Viele GEPA-Produkte gab es damals noch nicht. Aus den Spenden wurde damals der Medikamentenversand über action medeor finanziert. In dieser Zeit kamen auch erste Kontakte zur Schweizer Entwicklungshelferin Paula Iten, die für die Großgemeinde Jean-Rabel in Haiti tätig ist. Der Kontakt und die Unterstützung zwischen ihr und der im Laufe der Jahre entstandenen Ökumenischen Initiative für die Eine Welt Erkrath e.V. bestehen noch heute. „Durch den Verkauf unserer fair gehandelten Produkte, die mittlerweile sehr vielfältig sind, unterstützen wir die Finanzierung von Mikrokrediten, die in ländlichen Gebieten als erste Existenzaufbauhilfe dienen.“ Der erste Dritte Welt-Laden in Alt-Erkrath entstand 1983 in den Räumen der Gemeinde St. Johannes der Täufer. 1993 wurde aus der Aktionsgruppe der „Ökumenische Arbeitskreis Dritte Welt Erkrath e.V.“. Von 1981 bis zum Zeitpunkt der Vereinsgründung wurden durch den Arbeitskreis insgesamt 117.856,51 D-Mark für Haiti eingebracht. 1994 erfolgte dann die Umbenennung in „Ökumenische Initiative für die Dritte Welt Erkrath e.V. und gleichzeitig der Umzug des Weltladens in die Bahnstraße, bevor man 2012 in das heutige Domizil an der Kreuzstraße einzog. „Heute haben wir rund 20 Lieferanten aus Haiti, Vietnam, Nepal, Lateinamerika und Peru, die uns mit ihren fairen Produkten versorgen. Der damals eher etwas gewöhnungsbedürftig schmeckende Nicaragua-Kaffee ist Geschichte.

Heute füllen die Regale des Weltladens unterschiedliche Kaffeesorten, Tees, Kakao, Schokoladen, Nüsse, Honig, Handarbeitsartikel wie Taschen, Korbwaren, Schals, Schmuck und vieles mehr. Beim Stöbern durch die Regale bemerkt man als Besucher sofort, mit wie viel Liebe und Qualität diese Produkte hergestellt wurden. Kleiner Tipp am Rande: Die Schokolade ist sehr zu empfehlen.Zwei Projekte unterstützt die Ökumenische Initiative für die Eine Welt Erkrath. Die bereits genannten Mikrokredite und die Gesundheitsförderung in Cesselesse in der neu erbauten Vorschule. Hier entsteht ein Sanitätsbereich für die medizinische Betreuung der Schulkinder und die Beratung der Eltern in Sachen Gesundheitsvorsorge. „Dieses Projekt unterstützen wir langfristig“, so Fehrenbacher. Die Arbeit, die die Initiative leistet, erfolgt rein ehrenamtlich.

Von den rund 40 Mitgliedern sind 20 aktiv tätig und zwölf davon betreuen den Weltladen an der Kreuzstraße. Ebenfalls ist die Initiative Mitglied der städtischen Steuerungsgruppe im Rahmen der „Fair Trade Town“.

Mehr Infos

Ökumenische Initiative für Eine Welt Erkrath e.V.

Kreuzstraße 32

Telefon: 0211/42399947 (zu den Öffnungszeiten)

E-Mail: info@erkrath-haiti.de

Internet: www.erkrath-haiti.de

Öffnungszeiten des Weltladens

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 10 bis 12.30 Uhr

Donnerstag von 15.30 bis 18 Uhr

(nic)