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Boulespiel im Herzen von Alt-Erkrath: Bei jedem Wetter lassen sie die Kugeln fliegen

Boulespiel im Herzen von Alt-Erkrath : Bei jedem Wetter lassen sie die Kugeln fliegen

Der Erkrather Bouleplatz am Initiativhaus der Vereine mitten im Herzen von Erkrath am Bavierpark ist seit vielen Jahren aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

[Link auf http://www.cdp-erkrath.de]

So trifft sich nahezu jeden Tag zwischen 10 und 12 Uhr die Rentner-Truppe des Bouleverein Cercle des Pétanquers e.V. zu einer Partie mit den silbernen Kugeln. Neben dem Spiel und dem sportlichen Wettkampf schätzen sie insbesondere das tägliche Miteinander. Hier auf dem Bouleplatz wird soziale Kommunikation tagtäglich gelebt. Körperliche und geistige Fitness sind zusätzlicher Lohn!Selbst von Nieselregen und trüben acht Grad lassen sich die Spieler von ihrem Vorhaben nicht abhalten. An manchen Tagen treffen sich bis zu 15 Männer und Frauen für eine Runde Boule.

Einer von ihnen ist Peter Schmidt. Er ist den weiten Weg aus Neuss angereist. „Ich spiele schon seit rund 24 Jahren Boule“, erzählt er uns. „Anfangs habe ich immer zusammen mit meinem Cousin am Heerdter Krankenhaus gespielt.“ Sein Cousin, Hans-Egon Hillesheim, stammte aus Erkrath und als dieser erfuhr, dass es einen Bouleclub in seiner Stadt gab, wurde ab diesem Zeitpunkt dann dort gespielt. Der Bouleverein Cercle des Pétanqueurs e.V. Erkrath wurde am 13. Februar 1987 gegründet. Der Ursprung lässt sich dabei auf die beiden Erkrather Herbert Stelten und Falko Welke zurückführen. Sie trafen sich zwei Jahre zuvor hinter ihrem Wohnhaus in Unterfeldhaus auf dem dazugehörigen Spielplatz, um Boule zu spielen.

Der frankophile Französisch-Lehrer Herbert Stelten kam auf die Idee, den Kreis zu erweitern und fragte damals bei seinen Parteifreunden (SPD) nach. So stieß Toni Hochmuth dazu, sowie drei jugendliche Boulomanen (Jochen Graack, Holger Kazinski und Uwe Dähn) und man beschloss, einen Club zu gründen: den Cercle des Pétanqueurs. (CdP). Nach und nach gesellten sich immer mehr Spieler hinzu und der Spielplatz wurde langsam aber sicher zu klein, so dass man zunächst auf einen vereinsamten Bolzplatz an der Friedrich-Hebbel-Straße in Unterfeldhaus zog. Schon recht bald keimte die Idee in den Vereinsreihen auf, ein Turnier zu organisieren. Ein geeigneter Platz war schnell gefunden: der Autoparkplatz der Firma ERWEPA. Der Erfolg war groß und damit auch der Beginn der bis heute wiederkehrenden Neandertal-Turniere, stets am 1. Mai. In den ersten Jahren trafen sich die Spieler an den Wochenenden, als man dann auch unter der Woche spielen wollte, war ein weiterer Umzug in das Sportzentrum an der Freiheitsstraße nötig.

Nachdem dort der Platz anderweitig benötigt wurde, ist es der Initiative von Leo Heinen zu verdanken, dass Erkraths Boulespieler am Ende ihren heutigen Stammplatz mitten in Erkrath beziehen konnten. Der Rest ist Geschichte.Helmut Gerads ist seit neun Jahren Mitglied im Verein. Der erste Vorsitzende kam erst relativ spät, mit Eintritt ins Rentenalter, zum Boulespiel. „Bereits als junger Student begeisterten mich die in Frankreich spielenden Boulespieler“, erinnert er sich. Willkommen ist jeder hier auf der Erkrather Anlage. Ob Freizeitspieler oder Turniersportler – wichtig ist nur die Liebe zum Boulespiel. Auch Anfängern werden die Spielregeln gerne erklärt und man kann jederzeit einfach mal auf dem Bouleplatz hinenschnuppern.

Regelmäßig richtet der Verein sogar Ligaturniere aus und hat sogar vier eigene Wettkampf-Mannschaften. Die Altersstruktur reicht von Kindern und Jugendlichen bis hin zu über 90Jährigen. Im Sommer spielt man meist bis spät in den Abend hinein und im Winter sorgt eine durch die Stadtwerke Erkrath mitfinanzierte Flutlichtanlage, dass man auch bei frühzeitig eintretender Dunkelheit noch lange bis in den Abend hinein die silbernen Metallkugeln werfen kann.

Mehr Infos
Cercle de Pétanquers Erkrath e.V.
1. Vorsitzender: Helmut Gerads
Telefon: 0211 / 246015
E-Mail:
helmut.gerads@t-online.de
Internet:
www.cdp-erkrath.de

(nic)