Großer Ärger an Wildblumenwiese Wieso wird hier alles zugeschis...?

Unterfeldhaus · Diese Frage stellt sich Hugo Koritki aus Unterfeldhaus fast täglich. Warum? Im vergangen Sommer hat er über die Stadt Erkrath eine so genannte Grünflächen-Patenschaft von 100 Quadratmetern übernommen. Gemeinsam mit Familie und Freunden pflanzte er hier eine Wildblumenwiese und baute ein Bienenhotel. Leider mit dem unerwünschten Nebeneffekt, dass zahlreiche Hunde seine kleine Oase als Toilette missbrauchen.

 Hugo Koritki vor seiner Wildblumenwiese.

Hugo Koritki vor seiner Wildblumenwiese.

Foto: nic

„Wissen Sie, die Hunde können ja nix dafür“, sagt er uns bei einem Ortstermin. „Aber die Besitzer sind um keine Ausrede verlegen.“ Wenn Hugo Koritki Frauchen oder Herrchen darauf aufmerksam macht, dass sich der Vierbeiner möglichst nicht auf der Wildblumenwiese erleichtert, ernte er entweder böse Blicke, Beleidigungen oder pure Verständnislosigkeit. „Getoppt werden solche Mitmenschen von denjenigen, die zwar die Hinterlassenschaften ihres Hundes ordnungsgemäß mittels Kotbeutel entfernen, diesen aber wiederrum dann achtlos in den Natur liegen lassen“, schüttelt Koritki den Kopf. „Sie glauben nicht, wie viele Eimer Hundekot ich schon von der Wiese gesammelt habe oder wie viele stinkende Würstchen an meinem Spaten oder meiner Schubkarre hängen geblieben sind. Da stehen mir jetzt noch die Haare zu berge - so ekelig ist das.“ Aber was tun, um das Problem zu lösen? Gutes Zureden hilft bei den Uneinsichtigen scheinbar nicht. Umzäunungen werden über- oder unterschritten, Hinweisschilder offenbar nicht gelesen. „Ich bin wirklich ratlos. So viele Stunden Geld und Arbeit habe ich in dieses Projekt investiert, damit sich die Spaziergänger daran erfreuen können und die Bienen ein wenig Nahrung finden und dann wird daraus einfach eine Kloake gemacht.“

Die Stadtverwaltung hat Hugo Koritki bereits auf die Problematik aufmerksam gemacht. Wie sich heraus stellte, ist die Wiese in Unterfeldhaus „Auf der Lohe“ kein Einzelfall. Überall im Stadtgebiet findet man die braunen Tretminen. Doch die Verwaltung kann dagegen scheinbar wenig ausrichten. Zwar ist jeder Hundebesitzer dazu verpflichtet die Haufen seines Hundes zu beseitigen, doch die wenigsten nehmen diese Regelung tatsächlich ernst. Kontrollen sind nur stichprobenartig möglich. „Vielleicht würde es helfen, wenn man an der Wiese einen Kotbeutelspender aufstellt und die Mülltonne zum Entsorgen direkt daneben“, schlägt Koritki vor. Er hofft, dass wenn im Frühjahr die Blumenwiese zu neuem Leben erwacht, sich an der Situation etwas geändert hat.  Wer übrigens Interesse an einer Pflegevereinbarung über eine städtische Grünfläche hat, kann sich bei Johannes Günterberg melden – entweder telefonisch unter 0211/ 2407-6622 oder per Mail an johannes.guenterberg@erkrath.de.

(nic)