Die zweite Episode der Krimi-Komödie „Wie halten Sie’s mit Mord?“ „Der letzte Walzer“ begeisterte an drei Abenden

Unterfeldhaus · Am vergangenen Wochenende (6. bis 8. Februar) verwandelte sich das Ivonne Peters Performance Center (IPC) in Unterfeldhaus erneut in eine stimmungsvolle Theaterkulisse. Vor ausverkauftem Haus präsentierte das Ensemble die zweite Episode der Krimi-Komödie „Wie halten Sie’s mit Mord?“ mit dem Titel „Der letzte Walzer“.

Szenenfoto aus „Der letzte Walzer“.

Foto: Gabi Gründker

Nach der ersten Episode „Tod auf’s Stichwort“ entführte das von Lars Lienen geschriebene Stück das Publikum erneut in die wilden 1920er Jahre. Mit viel britischem Charme verband die Inszenierung humorvolle Dialoge mit spannungsgeladener Krimi-Atmosphäre. Sieben Laienschauspieler schlüpften dabei in insgesamt 18 verschiedene Rollen – eine beachtliche Leistung.

Ein Herrenhaus. Ein Ball. Ein Mordkomplott.

Das Ensemble des das Ivonne Peters Performance Center (IPC) in "Der letzte Walzer".

Foto: Gabi Gründker

Zum Inhalt: Ravenwood Manor öffnet seine Türen für die feine Gesellschaft – ein Abend voller Eleganz, Tanz und… tödlicher Geheimnisse. Denn als Lady Cavendish zufällig ein Gespräch belauscht, ist klar: Der französische Botschafter soll ermordet werden! Zum Glück sind zwei, die bereits Erfahrung mit mysteriösen Verbrechen haben, ebenfalls anwesend: Fiona O’Sullivan und Inspektor Freddy Cavendish. Während der Walzer erklingt, stürzen sich die beiden in ein Netz aus Täuschung, Spionage und dunklen Machenschaften. Doch die Zeit drängt – gelingt es ihnen, den Mörder zu entlarven, bevor das Verbrechen seinen Lauf nimmt?

Das herausragende Ensemble besteht aus Ivonne Peters, Cornelia Kasper, Alexandra Keitemeier, Sigrid Kenc, Isobel Kersting, Stefanie Mazzucca und Philipp Friedlaender. Mit beeindruckender Spielfreude wechselten die Darsteller in atemberaubendem Tempo zwischen ihren Rollen und Kostümen. Verantwortlich für die klare Struktur und das hohe Tempo der Inszenierung war die Regieführung von Ivonne Peters und Alexandra Keitemeier. Mit sicherem Gespür für Figurenführung, Timing und Raum inszenierten sie eine Krimi-Komödie, die trotz zahlreicher Rollenwechsel jederzeit übersichtlich blieb und das Publikum mühelos durch die Handlung führte.

Besonders lebendig wurden die Theaterabende durch die Einbindung des Publikums: Immer wieder verlagerten sich Szenen von der Bühne mitten in den Zuschauerraum. So befanden sich die Gäste buchstäblich im Zentrum des Geschehens. Die Begeisterung im Publikum war entsprechend groß: „Unglaublich, wie schnell und gekonnt die Darsteller in ihre verschiedenen Rollen wechseln! Die Zeit ist nur so verflogen. Was für ein schöner, kurzweiliger Theaterabend!“

Mit Witz, Tempo und sichtbarer Leidenschaft bewies das Ensemble an drei Abenden eindrucksvoll, dass Laientheater auf hohem Niveau beste Unterhaltung bieten kann.