Sommer, Sonne, gute Laune in Trills

Sommer, Sonne, gute Laune in Trills

Wer konnte, war am Wochenende beim 30. Trillser Straßenfest.Die Wetter-Prognosen vor dem Wochenende ließen alle ein wenig bangen, aber am Ende hatte der "Wetter-Gott", wie Gottfried Bander vor dem diesjährigen Fest sagte, ein Einsehen.

(RG) Es war trocken und sonnig mit vereinzelten Wolken. Ideales Wetter fürs Fest, wie man am nicht enden wollenden Besucherstrom sehen konnte. In Höhe des Franziskus Hospizes fand auch in diesem Jahr wieder der beliebte Kindertrödel statt, an dem sich sehr viele Kinder beteiligten. Etwas weiter unterhalb begann dann die eigentliche "Festmeile", über die man wegen der vielen Besucher nur langsam schlendern konnte. Für die legendären Reibeplätzchen der freiwilligen Feuerwehr musste man auch in diesem Jahr anstehen. Bis zu 10 Minuten Warte- oder besser gesagt Klönzeit mussten Reibeplätzchenfans einkalkulieren. "Die sind es wert. Die sind ein absolutes Muss auf dem Trillser Straßenfest", verrät uns Ralph Wirriger. Er ist mit seiner Frau und einem befreundeten Paar zum Fest gekommen. Davon, dass es möglicher Weise das letzte sein könnte, haben die vier auch schon gehört. "Das wäre wirklich sehr schade", sind sich die vier einig. Sie erzählen uns, dass das Trillser Straßenfest die beste Gelegenheit sei jemanden wiederzutreffen, den man lange nicht gesehen hat.

Ein bisschen zu kämpfen hatten die Besucher mit den vielen Wespen, die vom süßen Duft der Getränke und Speisen angelockt wurden und so kam es, dass die freundlichen Helfer des DRK in diesem Jahr so manchen Wespenstich behandeln mussten. Neben allerhand kulinarischen Genüssen gab es auch wieder jede Menge Spaß und Spiel für Kinder. Langeweile konnte nicht aufkommen. Gut an kam offensichtlich auch das Street-Singing und neben den Auftritten der Chöre klangen zwischendurch die Stimmen der Besucher über die Straße und vermittelten eine fröhliche Stimmung. Ein Hingucker waren für die Erwachsenen aus alten Kameras gefertigte Leuchten, die es direkt gegenüber von Tinkerbells Stand zu bewundern gab. Zu sehen gab es auch jede Menge im Franziskus-Haus. Dort präsentierten Uwe Berndt, Hanna Eggerath und Gottfried Bander jede Menge Fotos zur kalkigen Vergangenheit Hochdahls, zum Neandertal und zum Trillser Straßenfest.

"Das bin ich, da auf dem Foto von 1998", ruft ein Besucher fröhlich. Er hatte die Kostüme erkannt, mit denen sein Tennis Club damals am Festzug teilnahm und tatsächlich ein Foto entdeckt, dass ihn in jungen Jahren zeigt. Herbert Bander erstaunte die Trillser mit alten Karten, die Hochdahl in der Zeit von 1930 bis 1970 abbildeten. Er hatte sich "Grenzverhältnisse" herausgesucht und den Besuchern mit kleinen Texten die Besonderheiten präsentiert, die in den Karten dann markiert waren.

Von Gottfried Bander und Paul Söhnchen wollten wir wissen, ob sich im Laufe des Fests eventuell interessierte Nachfolger gemeldet haben. "Einen konkreten Nachfolger gibt es noch nicht. Das wird auch schwer. Wir haben in der Vergangenheit mit den notwendigen Unterschriften große Verantwortung übernommen", erklärt Paul Söhnchen. Einen Hoffnungsschimmer für die Fortsetzung des beliebten Fests gibt es dennoch. "Wir sind mit dem Bürgermeister im Gespräch", verrät Gottfried Bander. Es soll einen Runden Tisch geben, an dem alle gemeinsam nach einer Lösung suchen. Die könnte ja möglicher Weise auch so aussehen, wie in der Nachbarstadt. Dort tritt die Stadt für eine von Bürgern organisierte große Veranstaltung im Hintergrund als Veranstalter auf und nimmt damit einen Teil der Kosten, etwa für Versicherungen und damit auch einen Teil der großen Verantwortung von den Schultern der Bürger. Für das Trillser Straßenfest ist bereits ein Sicherheitskonzept in Arbeit, das die Vorbereitungen künftiger Feste erleichtern soll. Und so besteht durchaus Hoffnung, das auch im kommenden Jahr in Trills wieder geklönt und gefeiert wird.

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