Das Trillser Straßenfest wird 30!

Das Trillser Straßenfest wird 30!

Am 25. und 26. August ist es wieder soweit. In Trills wird um die Wette geklönt und gefeiert.

(RG) Am kommenden Wochenende feiert das Trillser Straßenfest 30-järiges Jubiläum. Mit dem ersten Straßenfest feierte die Interessengemeinschaft Trillser Bürger vor 30 Jahren, dass der Durchgangsverkehr zwischen Hochdahl und Hilden nicht mehr durch Trills geführt wird, sondern über die damals neu gebaute Bergische Allee. Die neu gewonnene Ruhe war Anlass für die Trillser Bürger Tische und Stühle auf die Straße zu stellen und gemeinsam zu Feiern und zu Klönen. Aus dem Fest wurde Tradition mit bis zu 3000 Besuchern jährlich. Eigens zum Trillser Straßenfest reisen auch viele junge Leute an, die deutschlandweit studieren oder ehemalige Trillser und Freunde von nah und fern.

Auch in diesem Jahr ist an und um die 20 Stände wieder einiges geplant. Die Stadtwerke Erkrath bieten Kinderschminken und einen Wasserbrunnen und die Trillser Feuerwehr lockt mit Reibeplätzchen, Bier und anderem. Schumacher gibt es auch am Stand des Tennis Club Grün-Weiß und direkt nebenan für Naschkatzen leckere Crepes. Damit bei den Kleinen keine Langeweile aufkommt, können sie Dosenwerfen, Entenangeln, Glücksrad spielen oder sich Glitzer-Tattoos machen lassen, während die Eltern in Ruhe Kuchen und Kaffee genießen. Für die Kleinen gibt es Kaltgetränke. Wer etwas Herzhafte essen möchte, findet bei "Da Mimmo" Pizza. Dazu gibt es Pils oder Wein. Pils und Schlüsselbier gibt es auch am Stand des Eisenbahn-und Heimatmuseums und gleich nebenan findet sich ein Weinstand. Und während der Männerchor Hochdahl Füchschen anbietet, serviert der Frauenchor Kaffee und Kuchen. Samstags gibt es auch im Franziskushaus Kaffee und Kuchen.

Gegrilltes und Bier gibt es am Stand von Rhenania Hochdahl und das Gymnasium Hochdahl schwingt die Cocktail-Shaker. Auch Tinkerbell serviert Cocktails und leckeren Rollbraten und wenn es klappt dürfen die Kleinsten bei Tinkerbell Kinderkarussell fahren. Millrather Moods und Millrather Brauhaus bieten Flammkuchen, Kartoffelspiralen und Döner an. Bei der Sechseckschule gibt es Bratwurst und zum Nachtisch Süßigkeiten. Der Marokkanische Frauenverein präsentiert marokkanischen Schmuck und fürs leibliche Wohl nordafrikanische Spezialitäten. Für Vereine und Organisationen ist das Fest eine Möglichkeit beim Klönen Mitstreiter zu gewinnen und mit den Einnahmen ihre Vereins- und Jugendarbeit zu unterstützen.

Programm machen traditionsgemäß die Chöre mit ihren Auftritten, die auf dem Fest auch "Street-Singing" publik machen wollen. Der Lokschuppen Hochdahl präsentiert "Heimatgeschichten rund um Trills" im Obergeschoss des Franziskushaus, das am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 15 Uhr geöffnet sein wird. Die Ausstellung "Neandertal liegt gleich nebenan" präsentiert Fotos von Hanna Eggerath, die am Samstag um 14 Uhr und Sonntag um 11 Uhr jeweils einen rund 30-minütigen Vortrag zum Thema halten wird. In einer weiteren Ausstellung zeigt Uwe Berndt "Knäpper, Kalk und kleine Bahnen — Die kalkige Vergangenheit Hochdahls". Fotos gibt es in einem Album von Gottfried Bander auch zu den Anfängen des Trillser Heimatfestes zu sehen während sein Bruder Herbert Bander mit Kurzgeschichten zum Thema "Grenzverhältnisse in Hochdahl" mittels historischer Karten und Erläuterungen aufwartet. Der Eintritt ist kostenlos.

"Wir hoffen, dass "der Wettergott" uns auch in diesem Jahr wohlgesonnen ist und viele Menschen das Klönfest genießen können", wünscht sich einer der Gründungsväter des Trillser Straßenfests, Gottfried Bander. Einen Wehmutstropfen gibt es trotz aller Vorfreude: Bereits im vorletzten Jahr haben die Organisatoren Gottfried Bander und Paul Söhnchen angekündigt, dass sie "ihr Amt" an jüngere Nachfolger abgeben möchten. Noch hat sich kein Nachfolger gemeldet, der verbindlich in die Fußstapfen der beiden treten würde. Die beiden würden mit Rat und Tat die Übernahme begleiten. Wenn sich in diesem Jahr beim Klönen kein Nachfolger auftut, wird das 30. Trillser Straßenfest wohl endgültig ein Abschiedsfest sein.

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