Kunstwettbewerb „Europa“

Kunstwettbewerb „Europa“

Das Thema des zweiten bundesweit ausgeschriebenen, jurierten Kunstwettbewerbs des Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath ist "Europa" und veranlasst den Kunstschaffenden sehr schnell das politische Europa zu sehen.

Derzeit sind 28 Staaten und einige Überseegebiete Mitglied der EU. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen leben in ihr und gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der EU-Binnenmarkt der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Erde. Die Mitglieder der Europäischen Union haben nationale Souveränität abgetreten um diese gemeinsam auszuüben. Es gilt das Prinzip der Subsidiarität, das bedeutet auf europäischer Ebene kann nur das geregelt werden, was dort besser zu bewirken ist. Die EU kann, nach den vertraglichen Regelungen, also nur die Zuständigkeiten übernehmen, die die Mitgliedsstaaten ihr zuweisen. In der europäischen Geschichte ist dieser Kontinent von Krieg, Zerstörung und Vertreibung geprägt. Heute ist die europäische Union das größte Friedenswerk. Wie derzeit zu beobachten ist, ist dieses Friedenswerk kein Selbstverständnis, sondern muss sich zunehmendem Populismus und Nationalismus erwehren. Bei aller, teils auch berechtigter, Kritik an dem Koloss der europäischen Bürokratie, gibt es aber kein besseres Mittel zur Friedenssicherung als die europäische Einigung.

Die Jury hat aus 72 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet 19 Künstler aus den verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst für die Ausstellung vom 31. August bis 16. September im KunsTHaus Erkrath, Dorfstraße 9 bis 11, ausgewählt.

In der Ausstellung "Europa" versuchen die teilnehmenden Künstler die Vielfalt Europas einzufangen und darzustellen — die der Natur, der Geschichte und der Kultur der Völker Europas.Die Ausstellung wird am 31. August um 18.30 Uhr vom ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Klaus Hänsch eröffnet. Der von der Jury vergebene Preis, sowie der Publikumspreis werden am Sonntag, 16. September, um 16 Uhr durch den Bürgermeister Christoph Schultz verliehen.

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