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Sobotta gewinnt Jurypreis

Sobotta gewinnt Jurypreis

21 Künstler stellten am Wochenende insgesamt 40 Werke im Lokschuppen aus. Klaus Sobotta wurde von der Jury als hervorragender Fotograf geehrt, Irmgard Hamacher erhielt dem Publikumspreis.

(nigo) Seit mittlerweile 21 Jahren ist die LOKart (ehemals "Erkart") der Höhepunkt des Erkrather Kunstjahres. Seit 1998 findet die von Stadt und Kreissparkasse organisierte Ausstellung in der historischen Halle des Hochdahler Lokschuppens statt. Es sind Gemälde und Fotografien, die sich von Freitag an bis zum vergangenen Montag bestaunen ließen, Skulpturen und sogar einige wenige Installationen. "Die LOKart ist eine offene Ausstellung, der prinzipiell keine Grenzen gesetzt sind", sagt Nicole Pauli vom Kulturamt der Stadt. Jegliche Form der Kunst könne ihren Weg in die Ausstellung finden — gesetzt den Fall, sie schafft es, die Vorauswahl der Fachjury zu überstehen. Denn die LOKart ist begehrt. Auch in diesem Jahr gab es wieder über 200 eingereichte Werke von etwa 45 Erkrather Künstlern. Die Plätze waren jedoch — wie in jedem Jahr — begrenzt. Letztlich stellten in diesem Jahr 21 Künstler 40 Kunstwerke zur Schau.
Die Entscheidungen, wer es in die Ausstellung schafft, fällen seit Jahren Ute Küppersbuch, Jürgen Bahr, Herbert Siemandel-Feldmann, Helga von Berg-Harder und Uwe Dreyer. "Diese Jury kennt die Ausstellung seit vielen Jahren so gut wie kaum ein anderer", sagt Pauli. Es sei auch dieser erfahrenen Konstellation zu verdanken, dass die Qualität der Ausstellung so hoch sei.

Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung nicht nur durch Bürgermeister Christoph Schultz eröffnet. Es wurden gleichzeitig auch die zwei wichtigen Preise der Ausstellung vergeben. Traditionell bestimmen sowohl Jury, als auch das Publikum ihre Sieger getrennt von einander.

Die Jury vergab ihren Preis an Klaus Sobotta. "Ein Fotograf, der ganze genau weiß, was er tut", sagte Ute Küppersbusch in ihrer Laudatio. "Es ist Kunst, die Mittel der Fotografie zu ganz bestimmten Zwecken einsetzen zu können", sagte sie weiter. Mehrere Fotografien stellte Sobotta im Lokschuppen aus, sie alle entstanden auf Reisen. Genau deswegen hat er einst mit der Fotografie begonnen: "Ich wollte von Reisen gute Bilder mit nach Hause bringen", sagt er. Situationen muss er vorfinden, gestellte Szenen sagen ihm nicht zu. "Wichtig ist mir handwerklich saubere Arbeit, die klar anspricht" sagt der in Hochdahl wohnende Rentner, der zum zweiten Mal bei der LOKart ausstellte.

Fasziniert blieben viele Besucher vor Irmgard Hamachers "Portrait auf Schwarz" stehen. Ihre Modelle kennt sie allesamt persönlich. "Mir ist es wichtig, den Charakter und die Seele des Portraitierten zu vermitteln", sagt sie. Zum fünften Mal war die Künstlerin in diesem Jahr mit von der Partie und wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.