Mit Köpfchen ans Ziel

Einen Blick in die Zukunft haben am vergangenen Samstag der Marrokanische Familien- und Kulturverein Hochdahl e.V., das Integration- Kulturzentrum im Kreis Mettmann e.V. und Integral e.V. nach Initiative des Eltern Netzwerkes NRW gewagt.

Mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema "Mein Beruf, meine Ausbildung haben die Vereinsvertreter in den Räumen des Marrokanischen Familien- und Kulturvereins an der Schimmelbuschstraße einen ganzen Nachmittag voller Fachvorträge ins Leben gerufen.
Nach einem Grußwort der stellvertretenden Bürgermeisterin Regina Wedding ging es für die zahlreichen Besucher direkt mit fachspezifischen Einzelvorträgen weiter. Immer im Fokus: Die Zukunft der Jugend in Erkrath. "Der berufliche Werdegang der Jugendlichen geht uns alle etwas an", weiß Moderator und Initiator Mohammed Assila.

"Wir wollten mit diesem Angebot ein breites Spektrum an Vertretern zu Wort kommen lassen und den Jugendlichen und Eltern einmal präsentieren, was wir aus dem vorhandenen Potential der Stadt und auch der Bürger machen können." Eingeladen wurde unter anderen auch Wido Weyer vom Wirtschaftskreis Erkrath. Als Geschäftsführender Gesellschafter des Industriebetriebes Mentor GmbH konnte Weyer zahlreiche Beispiele zu Lehrberufen im eigenen Betrieb erläutern aber auch die Arbeit des Wirtschaftskreises vorstellen. "Ein Hinweis von mir ist es, sich stets um Praktika zu bemühen, um Einblicke in unterschiedliche Betriebe zu bekommen", so der Fachmann.

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Auf multikulturelle Zusammenarbeit legt die Firma Mentor besonderen Wert. "Von unseren rund 600 Mitarbeitern kommen gut die Hälfte aus anderen Ländern." Vom Einzelhandel, bis hin zum Handwerk und der Industrie sind im Wirtschaftskreis Erkrath alle Berufsfelder vertreten. "Vor einigen Jahren haben wir zudem den Aktionstag der Wirtschaft ins Leben gerufen. Dort engagieren sich Unternehmer in sozialen Einrichtungen wie Schulen oder Altenheimen. Schließlich sind wir alle ein Erkrath", so der Dozent weiter. Die gebürtige Russin Lillia Zhimarin hingegen berichtete von ihrem beruflichen Werdegang. "Mit 13 Jahren kam ich nach Deutschland, ging zur Schule, absolvierte zwei Ausbildung und habe abschliend noch sieben Semester Sozialpädagogik studiert. Mit Ehrgeiz erreicht man viel", motiviert sie die anwesenden Jugendlichen.

Für die Initiatoren war die Pilotveranstaltung ein echter Erfolg. "In Zukunft möchten wir gerne auf die Wünsche der Jugendlichen eingehen und ganz spezielle Angebote schaffen. Auch wäre es vorstellbar, mit Fachvorträgen in die Schulen zu gehen und die betreffende Zielgruppe direkt anzusprechen. Dies war nur der Beginn und das entstandene Netzwerk soll noch weiter ausgebaut werden", verspricht Mohammed Assila abschließend.