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Das Netzwerk Hochdahl: Ein Netzwerk fürs Alter

Das Netzwerk Hochdahl : Ein Netzwerk fürs Alter

Alt werden ist nichts für Feiglinge - hat mal ein weiser Mensch gesagt. Deshalb ist es um so schöner, das Unvermeidliche mit anderen zu teilen. Das Netzwerk Hochdahl bietet dazu viele Gelegenheiten.

18 Jahre gibt es das Angebot der Caritas Mettmann bereits. Wolfgang Böhner, einer der Dienstältesten beim ehrenamtlichen Team des Netzwerkes Hochdahl, erinnert sich: „Wir haben uns 2002 gegründet. Außer in Mettmann gab es zu diesem Zeitpunkt kein vergleichbares Angebot für Menschen ab 55+.“ Die Koordination hatte damals Magret Sönnichsen von der Caritas Mettmann. Der Hintergrund war, eine offene soziale Altenhilfe zu schaffen, die für alle Teilnehmenden die Möglichkeit geben sollte, die eigene Freizeit mit Gleichgesinnten und sinnstiftend eigenständig zu gestalten. „Damals hatten wir noch kein eigenes Büro und nutzen zuerst die Räume im Gemeindehaus Sandheide und bei den Erkrather Johannitern“, so Böhner. Doch schon nach kurzer Zeit bot sich die Gelegenheit, das Büro am Stadtweiher zu beziehen. Heute teilen sich die einzelnen Gruppen auf das Gemeindehaus am Hans-Sachs-Weg, der Johanniter-Begegnungsstätte an der Hildener Straße und dem Netzwerkbüro am Stadtweiher auf.

Das Angebot ist vielfältig und reicht von Gedächtnistraining, über einen Laptop-Treff, einem Fremdsprachenkursen, bis hin zu einer Kulturgruppe, einer Männergruppe und gemeinsamen Wandertagen. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Freizeitaktivitäten. Jeden Monat bringt das Netzwerk Hochdahl sein Programm auf einem Flyer heraus. Dieses wird mit den zwölf Gruppensprechern erarbeitet. „Wir hatten im Jahr 2018 rund 4000 Teilnehmer, die unser Angebot genutzt haben“, so Robert Güde, Koordinator des Caritas-Netzwerktreffs Mettmann. Das neu gegründete ZWAR-Angebot in den Stadtteilen Alt-Erkrath und Hochdahl sehen die Netzwerker nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung. „Unser Ziel ist es, Menschen mit anderen Menschen in Begegnung zu bringen und gemeinsam älter zu werden“, so Böhner. Die Leitgedanken „Ich für mich“, „Ich mit anderen für mich“, „Ich mit anderen für andere“ und „Andere mit anderen für mich“ leben die Netzwerker in jedem ihrer Angebote und viele Freundschaften sind zwischen einzelnen Teilnehmern im Laufe der Zeit entstanden, die über die regelmäßigen Treffen hinaus gehen. Denn, wenn die eigenen Kinder aus dem Haus sind und der Ruhestand naht, ist es schön, sich neue Ziele im Leben zu stecken und nicht im Stillstand zu verharren. „Unser Angebot ist ein niederschwelliges Angebot, damit auch jeder die Möglichkeit hat, dieses wahrzunehmen“, so Güde.

Die Menschen werden immer älter, aber durch den gesellschaftlicher Wandel, leider auch immer einsamer. Die Zeiten, wo mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach lebten, gehören schon lange der Vergangenheit an. Die Kinder ziehen meist in andere Städte, gründen ihre eigenen Familien und stehen oftmals mitten im Leben, wenn die eigenen Eltern alt und zunehmend mental wie körperlich hilfsbedürftig werden. Angebote wie das Netzwerk Hochdahl sorgen dafür, dass die ältere Generation nicht unsichtbar in unserer Gesellschaft wird, sondern weiterhin ein wichtiger Teil dieser bleibt.

Netzwerk Hochdahl

Am Stadtweiher 3

Telefon 02104/808896

www.netzwerk-hochdahl.de

(nic)