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Die Geschichte von Annika der Maus

Die Geschichte von Annika der Maus

Annika ist nicht nur der Name eines fünfjährigen Aachener Mädchens, sondern auch einer kleinen Hochdahler Maus. Diese wohnt nämlich bei Frauke Tilp im Garten. Genauer noch unter dem kleinen Haselnussstrauch rechts neben der Terrassentür.

So steht es zumindest im Märchenbuch, welches Frauke Tilp ihrer Enkeltochter Annika geschrieben und illustriert hat. Auf rund 80 Seiten erzählt das Buch vom Leben der kleinen Maus und ihren Freunden.

(tb) Nachdem die Hobbyautorin vor acht Jahren den Job in einer Apotheke aufgab, musste Ersatz für die freien Tage geschaffen werden. "Als Ehrenamtlerin habe ich in der Stadtbücherei Hochdahl als Lesepatin begonnen und betreue seit vielen Jahren als eben diese Patin die Grundschüler der OGS Millrath", verrät Frauke Tilp. Von der Begeisterung der Kinder zum geschrieben Wort ließ sich die Hochdahlerin anstecken. "Mein Traum war es immer, einmal Kinderbuchillustratorin zu werden, obwohl ich nie wirklich ein Bücherwurm war", schwelgt Frauke Tilp in Erinnerungen.

Kurzerhand hat sich die engagierte Autorin ans Werk gemacht und gleich selbst ein Buch geschrieben. In den zehn Kurzgeschichten um die kleine Maus Annika verwendet Frauke Tilp sämtliche Erfahrungen, die sie selbst mit ihrem geliebten Enkelkind erlebt hat. "Ich habe viele Momente mit Annika auf die kleine Maus Annika übertragen. Meine Enkeltochter schwimmt gerne, natürlich ist auch die Maus Annika eine leidenschaftliche Schwimmerin." Unterstützt wurde Frauke Tilp von ihrem Sohn. "Dieser hat mich ermutigt und zudem das Buch als Grafikdesigner graphisch in Form gebracht und gebunden." Gleich zehn Ausgaben - eine davon steht in der Stadtbücherei im Bürgerhaus - hat Frauke Tilp anfertigen lassen. "Meine Helfer und natürlich Annika haben jeder ein Werk bekommen. Selbst besitze ich noch zwei Stück."

Mit ganz viel Liebe zum Detail wurden zu jeder Geschichte einzelne Bilder angefertigt. Ganze zwei Jahre hat es gedauert, bis Frauke Tilp ihr fertiges Buch in den Händen halten konnte. "Ich musste natürlich immer wieder auf neue Erlebnisse mit Annika warten. Auch die Phantasie ist nicht zu jeder Zeit abrufbereit. So hat das Buch eben eine Zeit gedauert." Zum dritten Geburtstag der Enkeltochter war das Buch schließlich fertig. Da die "große" Maus aber noch nicht lesen konnte, hat "Omi" Frauke Tilp das gesamte Werk gleich noch als Hörbuch vertonen lassen. "Das war schon eine Herausforderung. Immerhin haben die Freude Igel und Hase sowie alle anderen Akteure unterschiedliche Stimmen."

Am nächsten Buch wird bereits fleißig gearbeitet, denn Frauke Tilp ist mittlerweile zweifache Oma. "Derzeit sitze ich an einem Buch für die zweijährige Lina." In der kommenden Geschichte wird sich aber einiges ändern", verrät die Hochdahlerin. Wie Frauke Tilp auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet eine Maus als Hauptakteurin ihres Kinderbuchen zu wählen, lässt sich ganz einfach erklären: "Mein Sohn nennt heute noch unsere Enkelin immer "kleines Mäusebaby". Was lag da näher, als diesen Spitznamen gleich aufzugreifen?!"