Einfach Freude schenken

175 Tonnen Lebensmittel bewegen sie pro Jahr, damit niemand hungrig bleiben muss. Seit Jahren sorgen sie mit der Aktion "Fröhliche Weihnachten für alle" auch für Weihnachtspäckchen.

(RG) Es ist wieder einmal so weit und auch in diesem Jahr hoffen die Verantwortlichen bei der Tafel darauf, dass die Erkrather ihnen helfen, jedem ein angemessenes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Die Paket-Abgabe ist in diesem Jahr am 16. Dezember in der Zeit von 10 bis 17 Uhr in Alt-Erkath im Rathaus, Bahnstraße 16, im großen Sitzungssaal, in Hochdahl in der Aula des Gymnasiums an der Rankestraße 4 bis 6 und in Unterfeldhaus im Officecenter am Niermannsweg 11 bis 15 möglich. Für den möglichen Inhalt gibt es eine kleine Orientierungshilfe der Tafel: H-Milch, Zucker, Mehl, Trockenhefe, Backpulver, Vanillezucker, Mandeln, Haselnüsse, Rosinen und Salz für die mögliche Weihnachtsbäckerei. Kaffee, Tee, Dosenmilch, Sahne, Marmelade, Honig, Kakao, Nutella, Brot, Brötchen für ein festliches Weihnachtsfrühstück. Kuchen, Plätzchen, Stollen, Gebäck, Süßigkeiten und Schokolade für ein Kaffeetrinken am Nachmittag sowie Nudeln, Soße für Nudeln, Dosenwurst, Schinken, Käse, Würstchen, Dosengemüse, Dosenfertiggerichte und Dosenobst für eine Hauptmahlzeit. Kerzen und Servietten als festliches Zubehör sind gern gesehen.

Die Päckchen können offen oder geschlossen abgegeben werden. Wenn sie geschlossen abgegeben werden, muss eine Inhaltsangabe beigelegt werden, die eine Personenanzahl enthält, für die das Päckchen gepackt wurde und auf jeden Fall auch den Hinweis darauf, ob Schweinefleisch enthalten ist. Tabak und Alkohol sind für die Päckchen tabu. Ausgabe ist dann am 19. Dezember von 10 bis 17 Uhr im Rathaus und von 15 bis 17 Uhr in der Aula des Gymnasiums an der Rankestraße. Die Ausgabe in Hochdahl ist dem Engagement einer Lehrerin und einige Schüler zu verdanken.

Im letzten Jahr kamen 370 Pakete zusammen. Die Zahl der Empfänger hat sich in den letzten Jahren nicht in größerem Umfang verändert. Dank der enormen Spendenbereitschaft der Erkrather musste keine Familie leer ausgehen. Bleibt einmal ein oder auch mehrere Päckchen übrig, werden sie über die wöchentliche Ausgabe der Tafel dennoch Bedürftigen zugeführt.

Die Erkrather Tafel ist die einzige Tafel im Kreis, die unabhängig als Verein organisiert ist. Alle anderen Tafeln sind unter dem Dach einer größeren Organisation tätig. Das bringt zum Teil mehr Verantwortung mit sich, aber auch mehr Möglichkeiten freie Entscheidungen zu treffen, wie etwa in Bezug auf Anschaffungen. Ohne die Unterstützung von Sponsoren und dem ein oder anderen großzügigen Spender und den vielen Einzelspendern, wäre all das Engagement nicht möglich. Strom für die Kühlhäuser spenden die Stadtwerke, die Nikolausaktion wird jährlich maßgeblich von der Spedition Jörgens aus Düsseldorf unterstützt.

Für den wöchentlichen Bedarf erhält die Tafel Brot und Gemüse von örtlichen Discountern. "Milchprodukte sind in den letzten Jahren Mangelware geworden, obwohl die Nachfrage groß ist", berichtet Helmut Heesen. Discounter reduzieren inzwischen Waren kurz vor dem Ablaufdatum. Damit bleibt weniger für die Tafeln. Ressourcen schonen oder Armut abmildern? Foodsharing-Anhänger können gern auch einmal Joghurts oder Milch kurz vor dem Ablaufdatum bei der Tafel abgeben.