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Skott-Ausstellung gegen Rechte Gewalt

Skott-Ausstellung gegen Rechte Gewalt

Rechte Gewalt und Diskrimination gibt es schon sehr lange. Vor 16 Jahren nahm sich der in Düsseldorf lebende Karikaturist Bernd A. Skott dem Thema an und entwarf Zeichnung mit dem Fokus "Rechte Gewalt gegenüber Ausländern und Menschen die eben nicht der rechtspopulistischen Norm entsprechen".

(tb) Skott war es auch, der gemeinsam mit weiteren namhaften Künstlern das Projekt "Deutschkunde", welches von der fifty.fifty- Edition als Bildband veröffentlicht wurde, entwarf. Als Bilderausstellung sind die Werke seitdem auf der Reise durch das ganze Bundesgebiet. Derzeit gastiert die Ausstellung bis zum 17. November in der Stadtbücherei im Bürgerhaus Hochdahl. Rund 50 Gäste wohnten der Ausstellungseröffnung am 27. Oktober bei. "Ich bin erfreut, wie viele Menschen sich doch für das Thema interessieren und den Weg hier her gefunden haben", so Büchereileiterin Michaele Gincel-Reinhardt. Die Gastgeberin ließ es sich nicht nehmen, Ehrengast Skott persönlich willkommen zu heißen und in einem kleinen Dialog die Hintergründe des Projektes zu erfragen. So erfuhren die Gäste, dass Skott 1943 in Königsberg (ehem. Ostpreußen) geboren wurde, aber im Kindesalter Richtung Bayern fliehen musste.

"Ich kann also gut verstehen, was es bedeutet Ausländer zu sein", so Skott. Mit dem Projekt ging es dem Karikaturisten in erster Linie um Denkanstöße bei Kindern und Jugendlichen. "Die alten Köpfe kann man schwer zum Umdenken anregen, doch bei der Jugend ist die Hoffnung noch nicht verloren." Besonders in Schulen sind die Bilder gefragt. "Ich habe zwar nur die ersten Ausstellungen begleitet, doch die Resonanz der Kinder war enorm", erinnert sich Skott. Dass sich derzeit die Erkrather über diese Ausstellung der besonderen Art freuen dürfen, ist auf Künstlerin Elke Nußbaum zurück zu führen.

"Ich bin wirklich dankbar, dass die Ausstellung durch Frau Nußbaum in Düsseldorf entdeckt wurde und nun in unsere Stadt gekommen ist", so Gincel- Reinhardt. Elke Nußbaum wiederum unterhielt die Gäste mit einer kurzweiligen Geschichte, die nicht schöner satirisch verfasst werden könnte. In einem unterhaltsamen Weihnachtsmärchen machen sich Bananen, Kaffeebohnen, Autoteile und sämtliche Importgüter auf die Heimreise in ihre Ursprungsländer. "Was übrig bleibt ist Stille", gibt Nußbaum zu bedenken.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung hatten alle Besucher die Möglichkeit, persönlich mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen und sich den Bildband signieren zu lassen. Die Ausstellung ist während den Öffnungszeiten der Stadtbücherei für alle Besucher kostenfrei zugänglich.