Sie malt, um Freude zu schenken

Sie malt, um Freude zu schenken

Bianca Schulz malt Bilder, um Herzen zu berühren. Seit zehn Jahren ist die Kunst aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken, einen Staffelei steht im Mittelpunkt ihres Wohnzimmers. Jetzt stellt sie in der Begegnungsstätte an der Gerberstraße aus.

(nigo) Wenn Bianca Schulz zum Pinsel greift, dann macht sie das, um Freude zu schenken. "Es ist schön zu sehen, wenn sich jemand in eines meiner Bilder verliebt", sagt die 42-jährige. Die Kunst ist seit mehr als 10 Jahren nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Sie malt, um eine andere Sicht auf die Welt zu erlangen. "Man sieht die Welt mit anderen Augen, wenn man sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt", sagt Schulz.

Denn sie malt keine einzelnen Werke, sie malt ganze Ausstellungen. "A Tree is a tree" heißt ihre aktuelle und auch erste größere Ausstellung, die seit Ende Mai in der Caritas Begegnungsstätte an der Gerberstraße zu sehen ist. 10 großformatige Werke auf Holzfaserplatten stellt sie in den Räumlichkeiten aus, entstanden sind die Bilder der Erkratherin im heimischen Wohnzimmer. Eine Staffelei bilde seit einiger Zeit den Mittelpunkt ihres Lebens — und den des Zimmers sowieso. Seit März dieses Jahres ist sie so richtig in Schwung, hat in den vergangenen zwei Monaten rund 50 Bilder gemalt. Jetzt, wo ihre drei Kinder größer geworden seien, bleibe ihr dazu immer mehr Zeit. "In den letzten Monaten habe ich fast nichts anderes mehr gemacht, als gemalt."

Nicht ganz unschuldig daran ist auch Ralf Buchholz, Erkraths Kunst-Kämpfer und Frontmann der Neanderart-Gruppe. Er hat die Künstlerin dazu motiviert, eine erste eigene Ausstellung anzugehen. "Durch ihn habe ich Kontakte knüpfen können", sagt sie. Und das mache ihr jetzt richtig Spaß, eine neue Ausstellung hat sie bereits in Planung. "Manchmal" hat sie die getauft. Auch im AWO-Zentrum an der Ronsdorfer Straße in Düsseldorf hängen schon 10 ihrer Bilder. "Allmählich nimmt das ganze Projekt Fahrt auf", sagt Bianca Schulz.

Wenn sie sich die Bilder ansieht, die sie in den vergangenen zehn Jahren geschaffen hat, fällt ihr auf, dass sich ihre Malweise verändert hat. "Ich kann an den Bildern erkennen, wie es mir zu der Zeit ging", sagt sie. Ihre verschiedenen Lebensphasen würden sich auch in ihrer Kunst wiederspiegeln — "eine interessante Erfahrung", sagt sie.

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