Stiftung rettet das Pfadfinderheim

Stiftung rettet das Pfadfinderheim

Als das Erzbistum nicht länger für den Unterhalt des Hauses auf dem Kirchhof aufkommen wollte, gründete sich 2006 die Josef-Jahnsen-Stiftung. Beim Tag der offenen Tür wurde präsentiert, was sich seitdem verändert hat.

(nigo) Das Pfadfinder-Heim neben der katholischen Kirche sollte es eigentlich gar nicht geben. Eigentlich hätte es abgerissen werden sollen. Und zwar schon vor mehr als zehn Jahren — zumindest wenn es nach dem Erzbistum Köln gegangen wäre. Denn das war nicht länger bereit, den Unterhalt für das Gebäude auf dem Kirchhof zu übernehmen. "Auch das Erzbistum ist knapp bei Kasse", sagt Michael Stephan, stellvertretender Vorsitzender der Josef-Jahnsen-Stiftung. Die gründete sich 2006 mit einem kleinen Start-Kapital von 2000 Euro und übernahm die Kosten, die das Bistum nicht mehr aufbringen wollte.

Seitdem hat sich im Pfadfinderheim viel getan. Was genau, präsentierte die Stiftung jetzt beim Tag der offenen Tür. Zuerst ist der Fußboden erneuert wurden — immerhin für knapp 9000 Euro. Im Rahmen des Wirtschafts-Aktionstages 2013 wurden die Fenster ersetzt, auch die Heizung wurde ausgetauscht. Im vergangenen Jahr wurde dann noch der Anstrich erneuert und eine neue Eingangstür eingesetzt. "Damit erstrahlt das Haus wieder in neuem Glanz", freut sich Stephan. Was nun noch fehlt, ist eine Erneuerung der elektrischen Anlagen im roten Holzhaus. "Das ist alles etwas in die Jahre gekommen", sagt er.

Genutzt wird das Haus vor allem für Gruppenstunden der Pfadfinder und für besondere Aktionen. Ohne das Heim wäre das gar nicht möglich. Und die Unterstützung der Stiftung ist nicht ohne Zustiftungen und Spenden möglich. Denn in Zeiten von niedrigen Zinssätzen wird es für Stiftungen immer schwere, die Erträge zu halten oder gar zu steigern."Auch Zustiftungen von zehn Euro helfen uns schon weiter", sagt Stephan. Dafür wurde beim Tag der offenen Tür geworben.

Seinen Beginn fand der in einer Wiesenmesse vor dem Pfarrhaus. Traditionell ist die Wiesenmesse das letzte Mal, dass die Pfadfinder vor den großen Sommerferien alle zusammen kommen. Und so wünschte Pfarrer Günther Ernst auch allen einen schönen Urlaub, eine gute Reise.

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