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Demenznetzwerk in neuen Räumen

Demenznetzwerk in neuen Räumen

Was als Idee begann, hat sich über Jahre zu einer echten Erfolgsgeschichte gemausert: Das Caritas Demenznetzwerk.

(tb) Anfänglich als Demenzkreis bekannt, gründete sich das Netzwerk vor mittlerweile zehn Jahren in der Begegnungsstätte Gerberstraße. Seitdem ist viel passiert und das umfangreiche Angebot wurde immer weiter ausgebreitet. Grund für das Netzwerk, für die gesamte Hintergrundorganisation neue Räume zu suchen. Gefunden wurden diese nur unweit der Begegnungsstätte entfernt an der Bavierstraße. Unter der Markthalle, in den ehemaligen Räumen des Einzelhandels "Rauch und Rausch", treffen seit August sämtliche Strippen zusammen. "Die Angebote finden allerdings noch immer in der Begegnungsstätte statt", erklärt Gabriela Wolpers. Die Pädagogin übernahm im Juni 2009 die Koordination des Netzwerkes.

Ziel ist nicht nur die Vernetzung aller Einrichtungen und Institutionen, die mit Menschen die mit Demenz betroffen sind, sondern auch der direkte Kontakt auf Augenhöhe. So finden in der Begegnungsstätte etliche Veranstaltungen für Erkrankte und Angehörige statt. Ob ein einfacher Café Klatsch, Bewegungsangebote, Reha- Sportmaßnahmen (in Kooperation mit dem TSV Hochdahl), Spaziergänge oder erste Informationsveranstaltung, auch die Entlastung von Angehörigen ist ein wichtiges Standbein des Netzwerkes. Die Fortbildung auf diesem Gebiet liegt der Caritas am Herz. "Im September startet ein neuer Qualifizierungskurs zur Begleitung von Menschen mit Demenz", weiß Anika Hagedorn. Die Mitarbeiterin unterstützt das Caritasteam seit diesem Jahr. "Ich unterstütze sowohl die Arbeit des Netzwerkes, kümmere mich aber zudem um die Organisation des Caritas Knotenpunkts Demenz."

Bei dem Knotenpunkt laufen alle Arbeitsangebote an einer Stelle zusammen. Um den Informationsfluss der kreisweiten Angebote zu gewährleisten, erscheint im zweimonatigen Rhythmus ein Newsletter, der auf sämtliche Veranstaltungen hinweist. Kreisweit bietet der Knotenpunkt Demenz Informationsveranstaltungen, Schulungsangebote, Auf- und Ausbau eines Versorgungsnetzes für Betroffene, Beratungen für Erkrankte und Angehörige sowie institutionelle Beratung bei der Entwicklung von neuen Aufgaben und Projekten. Mit einem neuen Modellprojekt ist der Caritasverband für den Kreis Mettmann zudem neuer Träger. Mit Förderungen aus der Stiftung Wohlfahrtspflege ist die Dauer des neuen Projektes erst einmal auf drei Jahre ausgelegt. Wissenschaftlicher Kooperationspartner ist zudem die Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. Näheres zum neuen Projekt sowie eine Übersicht der einzelnen Angebote unter www.caritas-mettmann.de.

Kontakt
Fachstelle Demenz:
Gabriela Wolpers
Telefon 0211/22084955 oder fachstelle-demenz@caritas-mettmann.de