Aufmerksam durch den Wald gehen Staupe im Stindertal

Erkrath · Vor rund 14 Tage wurde im Stindertal der erste Fuchs mit Staupe gemeldet - das berichtet uns Jagdaufseher Winfried Edelmann.

Foto: Margit Wallner/Pixabay

Bei der Staupe handelt es sich um eine durch ein Paramyxovirus (RNA-Virus) hervorgerufene, hoch ansteckende Infektionskrankheit bei Hunden und anderen terrestrischen Carnivoren wie beispielsweise Fuchs oder Wolf. Hauskatzen lassen sich zwar mit dem Virus infizieren, zeigen jedoch keine Symptome. „Hunde können gegen den Staupevirus geimpft werden“, so Edelmann. Infizieren können sich Tiere jeden Alters oral oder durch die Luft über Sekrete und Exkrete infizierter Tiere (Tröpfcheninfektion), jedoch sind vorwiegend junge Hunde zwischen drei und sechs Monaten, ungeimpfte oder immunsupprimierte Tiere betroffen. Edelmann bittet alle Spaziergänger aufmerksam durch die Wälder zu gehen und bei Sichtung eines infizierten Tieres die Polize zu benachrichtigen. Allerdings nicht über die 110, sondern über die zentrale Telefonnummer 02104/9820.

Füchse, die an Staupe erkranken, sterben in den meisten Fällen auch daran. „Im Moment haben die Tiere auch Nachwuchs, der sich dann leider auch mit dem Virus infiziert.“ Wie erkenne ich, dass ein Fuchs an Staupe erkrankt ist? Normalerweise sind Füchse dem Menschen gegenüber sehr scheu. Ein Fuchs mit Staupe ist das oftmals nicht. Weitere Symptome können unter anderem sein: Desorientiertheit und zielloses Umherwandern (auch tagsüber), ungepflegtes Fell, offene und nässende Wunden auf der Haut, schlechter Allgemeinzustand, Zittern oder Krampfanfälle. Auf keinen Fall sollte man die Tiere anfassen.

(nic)
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