DIE LINKE fragt nach Barrierefreiheit am Neuenhausplatz?

Unterfeldhaus · DIE LINKE in Erkrath stellt für den nächsten Mobilitätsausschuss am 19. September einen Antrag zur Errichtung barrierefreier Zugänge zum Neuenhausplatz. Markus Lenk von der Erkrather Fraktion begründen dies wie folgt...

Die Zuwegung vom Kreisverkehr am Neuenhausplatz.

Die Zuwegung vom Kreisverkehr am Neuenhausplatz.

Foto: DIE LINKE/Erkrath

„Bordsteine abflachen an Zebrastreifen ist richtig, nützt aber nichts, wenn man dann sofort vor Treppenstufen steht. An viel zu vielen Stellen ist Erkrath nicht barrierefrei, noch nicht einmal barrierearm“, so Markus Lenk. Am Beispiel Neuenhausplatz will DIE LINKE zeigen, wie einfach ein menschengerechter Umbau sein kann, wenn man Handicaps mitbedenkt.

„Für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator oder gar mit Kinderwagen hat der neue Kreisverkehr am Neuenhausplatz keine Vorteile gebracht. Diese Verkehrsteilnehmer hat man augenscheinlich nicht mitbedacht“ berichtet Lenn Sanders, Mitglied der Fraktion DIE LINKE und Anwohner, kopfschüttelnd. „Was nützen abgeflachte Bordsteine, wenn danach keine barrierefreien Zugänge vorhanden sind?“

Am Beispiel des Neuenhausplatzes will DIE LINKE das Augenmerk der Stadt wieder auf die Menschen richten, die es eh schon schwer haben im öffentlichen Raum: Diejenigen, die nur mobil sind mit Rollstuhl oder Rollator, die zu Fuß mit Kinderwagen oder Trolley unterwegs sind. Mit entsprechenden Rampen hätten diese den direkten Zugang zum Neuenhausplatz – ganz ohne auf lange Umwege geschickt zu werden. Mit einer Umsetzung dieses Projekts sind die Kosten nicht nur sehr gut investiert, sondern es erleichtert vielen Passanten die tägliche Überquerung des Neuenhausplatzes.

Lutz Gallasch, Verkehrspolitischer Sprecher der Linkspartei im Mobilitätsausschuss: „Wenn es um Verkehr geht, werden Fußgänger leider oft vergessen. Noch bitterer wird es bei Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Das muss sich ändern – zuerst am Neuenhausplatz und nicht zuletzt in den Köpfen und Herzen mancher Stadtplaner.“