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Großbaustelle S-Bahnhof Hochdahl

Großbaustelle S-Bahnhof Hochdahl

Es tut sich was, am Hochdahler S-Bahnhof. Lange wurde über die Barrierefreiheit des Bahnsteiges debattiert, doch nun ist ein Ende in Sicht. "2017/18 soll der Bahnsteig von 96 auf 76 Zentimeter abgesenkt werden, damit zwischen Bahnsteig und Bahn kein Höhenunterschied mehr vorhanden ist", erklärt Uli Schimschock, der beruflich als Fahrdienstleiter bei der DB tätig ist.

(tb) Der lang ersehnte Aufzug soll ebenfalls am westlichen Ende des Bahnsteiges (gegenüber des Treppenaufstiegs) installiert werden. Einziges Manko: Die zeitliche Absprache beider Projekte. "Wenn der Aufzug im kommenden Jahr fertig gestellt ist, aber noch keine Absenkung des Bordsteigs erfolgte, kann der Aufzug noch immer nicht genutzt werden. Das wäre ein Schildbürgerstreich ohne gleichen", gibt Detlef Ehlert (SPD) zu bedenken. Eine Thematik, die auch beim letzten Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr angesprochen wurde. "Der Aufzug sollte im besten Fall auf die 76 Zentimeter eingestellt werden und durch eine Rampe in Betrieb genommen werden. Sonst haben wir einen neuen Aufzug und niemand kann ihn nutzen. Diese Anregung kam von unserem Ratskollege Peter Urban", so Ehlert weiter. Auch Uli Schimschock macht sich Gedanken über die zeitliche Abfolge. "Die Bahn ist in ganz NRW mit etlichen Umbaumaßnahmen an Bahnsteigen beschäftigt. So einfach geht das nicht. Schienenersatzverkehr muss eingerichtet werden, Haltestellen können nicht angefahren werden, da Baufahrzeuge an den Schienen stehen. Selbst wenn die Bahn finanziell alle Maßnahmen auf einen Schlag stemmen könnte, müssten noch immer die Fachfirmen die Kapazitäten gewährleisten. Ich gehe davon aus, dass die Baumaßnahme des Bahnsteiges in Hochdahl erst 2018 beginnt."

Zudem sind für den Start der Maßnahmen unterschiedliche Fachbereiche der Deutschen Bahn zuständig. "Für die Realisierung des Bahnsteiges kümmert sich die "DB Station und Bahn", der Ersatzverkehr muss mit "DB Netze- Bau und Betriebsanweisungen" abgestimmt werden. Derzeit herrscht ein halbes Jahr Vorlaufzeit für die Planung, die für Hochdahl noch nicht einmal begonnen hat", weiß Schimschock. Mit der Anregung möchte sich der Rat nun an die Deutsche Bahn wenden. "In welcher Form der Aufzug in Betrieb genommen wird, ist uns eigentlich egal. Die Entscheidung obliegt der Bahn, die technische und finanzielle Möglichkeiten abwägen muss", so Ehlert. Zudem wünscht sich der Politiker, für die Überbrückung bis zu den Baumaßnahmen, die Bahnen mit montierten Rampen auszustatten. "Die Rampen müssen derzeit manuell vom Fahrer montiert werden. Wir stellen uns vor, zwei Ein- und Ausstiege mit fest montierten Rampen zu bestücken, damit diese Mehrarbeit für den Bahnführer nicht notwendig ist", hofft Ehlert weiter.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen soll auch das östliche Ende des Bahnsteiges in seine endgültige Form gebracht werden. "1988 wurde das Ostende provisorisch angesetzt, da die Züge für den kurzen Bahnsteig zu lang waren. Dieses Provisorium soll nun angepasst werden", so Schimschock abschließend.