Ui, das war haarscharf

Wer auf der Bismarckstraße, in Höhe der Verkehrsinsel gegenüber von Hausnummer 4, als Fußgänger unterwegs ist, lebt mitunter nicht ungefährlich. Gerade da, wo die Fahrbahn sich verengt, müssen Passanten sich dünne machen.

(nic) Ui, das war haarscharf. Beinahe hätte der Außenspiegel des Busses den Kopf von Sonja Zupan gestreift. "Es ist hier einfach zu eng", sagt die Anwohnerin der Bismarckstraße. Und sie hat Recht, denn für die Fußgänger ist auf dem schmalen Bürgersteig kaum Platz. "Die Verkehrsinsel und die damit einhergehende Verengung der Fahrbahn sollen der Verkehrsberuhigung dienen, damit die Autofahrer vom Gas runter gehen", sagt uns Heinz-Peter Heffungs vom Erkrather Tiefbauamt. Seit rund 20 Jahren besteht diese Verkehrsführung. Aber irgendwie verfehlt sie ihren Zweck, zumindest in den Augen von Sonja und Michael Zupan. "Kleine Kinder sind auf dem schmalen Bürgersteig ständig gefährdet. Entweder fahren die Autos viel zu dicht und viel zu schnell an der Bürgersteigkante vorbei oder, schlimmer noch, heizen über den Bürgersteig."

Michael Zupan hat mehrfach über diesen Missstand den Bürgermeister und die Verwaltung informiert. Aber keiner regt sich. "Ich ärgere mich fürchterlich darüber. Auf der einen Seite wird Geld für unnütze Poller auf der Bahnstraße ausgegeben, aber bei der Sicherheit unserer Kinder und Bürger wird gespart." Für Heffungs ist die Beschwerde der Familie Zupan bisher die einzige ihm bekannte und er sagt: "Zugegeben, der Bürgersteig ist an dieser Stelle nicht gerade breit, aber immer noch breit genug. Die Problematik, die die Anwohner schildern, gibt es auch auf geraden Strecken." So gesehen, besteht für ihn erstmal kein akuter Handlungsbedarf - es sei denn, die Beschwerden häufen sich. "Ich werde mir aber dennoch auf jeden Fall die Situation vor Ort anschauen", verspricht er.

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