In 80 Tagen um die Welt

"Das ist mit Abstand das aufwendigste Projekt, das wir jemals realisiert haben", gesteht Michael Kastner offen. Der Leiter der Erkrather Laientheatergruppe "Spotlight" läuft eilig zwischen Bühne und Regieraum hin und her.

"Wir stehen zwei Wochen vor der Aufführung, und es gibt immer noch eine Menge zu tun. Aber wir schaffen das schon", ist sich auch Karola Fritzsch sicher. Sie führt Regie und bedient außerdem die zahlreichen Knöpfe und Regler am Technikpult. "Wir sind keine Profis und verdienen kein Geld mit unseren Aufführungen. Daher können wir uns keine bezahlten Helfer leisten. Jeder muss mit anfassen und mehrere Aufgaben übernehmen. Durch die Einnahmen finanzieren wir lediglich den Kauf von Requisi-ten, Kostümen und technischem Equipment.", erklärt sie und klingt dabei keineswegs bedauernd.

"Es steckt viel Idealismus in unserer Arbeit. Und es bereitet uns einfach große Freude, die Zuschauer mit auf eine Reise um die Welt zu nehmen", versichert Alexander Zacharias. Er spielt Phileas Fogg, einen englischen Gentleman, der im Jahre 1872 die tollkühne Wette eingeht, in nur 80 Tagen die Welt zu umrunden. So erzählt es jedenfalls Jules Verne in seinem weltbekannten Roman "In 80 Tagen um die Welt", den Spotlight in diesem Jahr auf die Bühne bringt.

Schon wenn man nur den Titel hört, wundert man sich nicht darüber, dass für eine solche Inszenierung zahlreiche Bühnenbilder und Kostüme angefertigt werden müssen. Aber der Aufwand lohnt sich: Der Zuschauer wird mitgenommen in das England des 19. Jahrhunderts, an den Hafen von Suez, in den indischen Dschungel und die Weiten der amerikanischen Prärie. Sogar ein Zugabteil ist auf der Bühne zu sehen — mit am Fenster vorbeirauschenden Landschaften. "Wir haben so viel Technik im Einsatz wie noch nie", erzählt Lars Kreutner, der hauptverantwortlich für die Videoinstallationen zeichnet. "Das ist viel Aufwand, macht aber fast so viel Spaß wie das Spiel auf der Bühne."

Auf eines verzichtet die Gruppe laut Zacharias aber bewusst: "Einen Heißluftballon werden die Zuschauer nicht zu sehen bekommen — der taucht im Roman an keiner Stelle auf."

Wer sich der Reise der engagierten Schauspieler anschließen möchte, hat dazu am 14. und 15. März die Gelegenheit. Karten gibt es jedoch nur noch für den 15. März — im Internet unter www.spotlight-theater.de oder telefonisch unter 0211/9252720. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr im Joachim-Neander-Haus, Bavierstraße 19 in Erkrath.


Fakten:
Termin: 14. und 15. März
Beginn: 18.30, Einlass ab 18 Uhr
Ort: Joachim-Neander-Haus, Bavierstraße 19, 40699 Erkrath
Preis: 10 Euro / 8 Euro für Schüler und Studenten
Homepage: www.spotlight-theater.de

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