Erkrather Theatergruppe Spotlight zeigt "Republik Vineta"

Gelungene Aufführung bei Spotlight : Eine interessante Mischung

Die Idee ist visionär. Fünf Führungskräfte kommen in einer alten Villa zusammen, um sich an eine geheime Mission zu begeben: Die Planung einer neuen Stadt auf einer bisher unbewohnten Insel.

Mit von der Partie sind nicht nur der Leiter des Unterfangens, Dr. Robert Leonhard, sondern auch ein Arbeitsvermittler, ein Bauunternehmer sowie eine Unternehmensberaterin, eine Kommunalpolitikerin und ein Kapitän. Klingt nach einer interessanten Mischung? Ist es auch!Was dann passiert, kann jedoch keiner der zuvor hoch motivierten Gruppenmitglieder vorhersehen. Hemmungslose Machtkämpfe, irrsinnige Verkettungen von Umständen und ein fulminantes Finale wartet auf die Initiatoren, die allesamt ein Ziel verfolgen: Die Republik Vineta ins Leben zu rufen. All das geschieht jedoch nicht im wahren Leben, sondern ausschließlich auf der Bühne. Das Theaterensemble Spotlight lässt das von Moritz Rinkes verfasste Stück in gut zwei Stunden lebendig werden.

An gleich drei Abenden bringen die insgesamt zwölf Theatermitglieder die teils tragische Satire auf die Bühne des Joachim-Neander Hauses an der Bavierstraße. „Bereits nach den Sommerferien haben wir mit den Proben begonnen“, erklärt Leitungsteammitglied Karola Fritzsch, die in diesem Jahr selbst auf der Bühne steht. Dass nach dem Erfolg des vergangenen Jahres mit der Komödie „Der nackte Wahnsinn“ in diesem Jahr ein völlig anderes Werk aufgeführt werden musste, dessen waren sich die Beteiligten allesamt sicher. „Das vergangene Stück war ein voller Erfolg, an den man schwer anknüpfen kann. Daher haben wir uns gemeinschaftlich für eine ganz andere Stilrichtung entschieden.

Mit „Republik Vineta“ präsentiert Spotlight bereits sein 30. Stück, welches immer wieder parallelen zur heutigen Gesellschaft zieht und diese auf tiefgründige Weise hinterfragt. Die Zuschauer dürfen sich neben der intelligenten Handlung zudem auf ein erstklassiges Bühnenbild freuen. „Wir gestalten stets alles selbst, von der kleinsten Requisite bis hin zum Bühnenbild, der Technik sowie der Regie“, erklärt Karolina Fritzsch den umfangreichen Aufwand, der jährlich von dem Ensemble in Gemeinschaftsarbeit gestemmt wird und auch in diesem Jahr zu einem kulturellen Theaterhöhepunkt in Erkrath führte. Info:Für Kurzentschlossene, die das Stück am ersten Wochenende nicht sehen konnten, gibt es am letzten Aufführungstag (6. April/ 19 Uhr) noch Restkarten an der Abendkasse.

(tb)
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