Damals, als uns die Welt noch offen stand

Damals, als uns die Welt noch offen stand

Die Erinnerungen an die eigene Schulzeit wach zu rufen, ist nicht immer einfach. Wenn die Schulzeit mittlerweile 50 Jahre zurück liegt, erst recht nicht.

(tb) So auch beim Grundschultreffen der Abschlussklasse 1967 der damaligen Katholischen Volksschule Kirchstraße. Von den damals rund 55 Schülern haben am vergangenen Wochenende noch immer 18 Ehemalige den Weg in die Räume der Bachstuben gefunden. Das goldene Jubiläum rief so einige Erinnerungen wach. "Damals haben wir in der Volksschule neun Klassen absolviert", erinnert sich Heike Mareien. "Getrennt in Jungen- und Mädchenklassen." Die Erkratherin war es auch, die das gesellige Beisammensein organisierte. "Wir feiern mittlerweile unser fünftes Klassentreffen, haben in diesem Jahr jedoch unser Goldenes Jubiläum." Die ehemaligen Klassenkameraden haben in ihrer Schulzeit noch das alte Schulgebäude an der Kirchstraße besucht. "Heute findet man dort ein Altenheim", weiß Jochen Glombitza.

"Später sind wir mit der Schule in den Neubau an die Schillerstraße gezogen. Der Komplex an der Kirchstraße wurde komplett abgerissen." Den gebürtigen Erkrather hat es mittlerweile in das nah gelegene Neuss verschlagen. "Wir haben auch Klassenkameraden, die weiter entfernt leben. Einer hat sich im badischen Hüfingen niedergelassen. Ein weiterer wohnt im hohen Norden, genauer in Salzhausen." Akribisch wird die Liste der Teilnehmer geführt und regelmäßig aktualisiert. "Leider haben uns mit der Zeit schon ein paar Kameraden verlassen. Auch unsere damalige Klassenlehrerin Ursula Hilger ist vor wenigen Monaten verstorben. Zu unserem Treffen vor zwei Jahren war sie noch anwesend", erinnert sich Glombitza weiter. Mit alten Fotos, Zeugnissen und Erinnerungsalben wird der Schulzeit gedacht. Die ausgelassene Stimmung lässt eins vermuten: Es war mit Sicherheit nicht das letzte Klassentreffen der Abschlussklasse von 1967.

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