Wettbewerb „Vom Kompost zum Kürbis“: An die Beete — fertig — los!

Wettbewerb „Vom Kompost zum Kürbis“ : An die Beete — fertig — los!

Angelina schlüpft in ihre bunten Gummistiefel. "Ich will gleich auf jeden Fall gießen", ruft sie aufgeregt. Zusammen mit einigen anderen Kindern des Familienzentrums Alleezwerge in Haan stürmt sie in den Außenbereich der Kita.

In den letzten Wochen haben die Kinder aus Kürbiskernen zarte Pflänzchen auf der Fensterbank gezogen, die sich nun zu stattlichen krautigen Gewächsen entwickelt haben. Heute werden sie nach draußen in das vorbereitete Beet gepflanzt. Zum zweiten Mal nimmt die Kita an dem kreisweiten Wettbewerb "Vom Kompost zum Kürbis" teil. Akribisch haben die kleinen Nachwuchs-Gärtner die Entwicklung der Pflanzen auf selbstgemalten Bildern dokumentiert. Nun wollen sie endlich mit Schüppe und Gießkanne zur Tat schreiten.

Den Kompost hat die Kita zu Beginn der Aktion von der Kompostierungsanlage KDM in Ratingen geliefert bekommen und in ein Beet auf dem Kitagelände gefüllt. Vorsichtig tragen die Kinder zusammen mit dem stellvertretenden Leiter des Familienzentrums Andreas Aguirre Ramke ihre Kürbispflanzen zu den Beeten und beginnen enthusiastisch in der Komposterde zu wühlen. Sobald die Pflanzlöcher groß genug sind, können die Pflänzchen eingesetzt werden. Behutsam drücken die Kinder anschließend den Kompost rund um die Kürbispflanzen fest. "Jetzt kann ich euch nur noch einen Tipp geben: Gießen, gießen, gießen!", rät Umweltdezernent Nils Hanheide vom Kreis Mettmann, der die Auspflanzaktion in Haan zusammen mit Abfallberaterin Beatrice Waldapfel vom Kreis Mettmann und KDM-Geschäftsführer Ulrich Laemers stellvertretend für alle kleinen Kürbiszüchter im Kreis besucht.

Das ließen sich die eifrigen Nachwuchs-Gärtner nicht zweimal sagen, griffen zu den Gießkannen und setzten das Beet unter Wasser. Nach dem großen Erfolg aus den letzten Jahren geht der Wettbewerb "Vom Kompost zum Kürbis" in die nächste Runde. Ab Februar sind etwa 300 Einrichtungen im Kreis Mettmann über den Wettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet, informiert worden. Bis April hatten sich 94 Kindergärten und Schulen mit über 3.300 Kindern für den Wettbewerb angemeldet. Die teilnehmenden Einrichtungen erhielten daraufhin umfangreiches Informationsmaterial, eine Anzuchts- und Auspflanzempfehlung sowie einige Kürbissamen und fünf Säcke Kompost.

"Mit der Aktion wollen wir schon im Kindesalter ein Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen schaffen", sagt Umweltdezernent Hanheide. "Küchen- und Gartenabfälle gehören nicht in den Restmüll, sondern in die Biotonne. Und das, was in der Biotonne landet, kann dann wieder zu wertvollen Nährstoffen in Form von Kompost umgewandelt werden." Am Ende des Sommers erhalten die Kinder, die die größten Kürbisse gezüchtet haben, einen kleinen Preis.

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